Gesundheitspolitik

Corona-Pandemie

Länder und Bund bekennen sich zu offenen Schulen

Tirols Bildungslandesrätin Beate Palfrader (ÖVP) sowie die Österreichische Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie (ÖGKJP) haben sich am Donnerstag für ein Offenhalten der Schulen ausgesprochen. „Wir halten daran fest, vom flächendeckenden Distance Learning Abstand zu nehmen“, betonte Palfrader im APA-Gespräch. Nach einem virtuellen Treffen der Landesbildungsreferenten freute sich Ressortchef Heinz Faßmann (ÖVP) am Nachmittag dann über Einigkeit in dieser Frage.

Wolfgang Mückstein Gesundheitsminister
Corona-Impfung

Nationales Impfgremium empfiehlt Kinderimpfung ab fünf Jahren

Nachdem die Europäische Arzneimittelbehörde EMA am Donnerstag Grünes Licht für den Einsatz des Corona-Impfstoffs von BioNTech/Pfizer bei Kindern im Alter von fünf bis elf Jahren gegeben hat, wird die Impfung auch vom Nationalen Impfgremium (NIG) empfohlen. Das sagte die Leiterin des NIG, Ursula Wiedermann-Schmidt, bei einer Pressekonferenz in Wien. „Die Kinderimpfung ist sicher“, betonte Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne).

Deutschland

Scholz will Impfpflicht nicht ausschließen

Der designierte deutsche Kanzler Olaf Scholz hat sich offen für eine Debatte über eine allgemeine Impfpflicht gezeigt: „Ausschließen darf man nichts.“ Mit Blick auf die von den Bundesländern gewollte Teil-Impfpflicht für Personal etwa in Pflegeeinrichtungen fügte er hinzu: „Mit dem ersten Schritt ist die Debatte über den zweiten eröffnet.“ Unterdessen dringt die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) auf zusätzliche Maßnahmen: „Hier zählt jeder Tag“.

Corona-Krise

Wohl nur kurze Entspannung auf Salzburgs Intensivstationen

In Salzburg ist die Zahl der Intensivpatienten am Donnerstag ein klein wenig gesunken. Die Entlastung kam durch die Verlegung der ersten zwei von vier schwer an Covid erkrankten Personen nach Wien zustande, einige Patienten wurden auf eine Normalstation verlegt. Mit 45 belegten Intensivbetten ist man aber weiterhin an der systemkritischen Auslastungsgrenze. „Die Lage ist sehr ernst", sagte Landeskliniken-Geschäftsführer Paul Sungler.

Kinder
Corona-Impfung

Kinderimpfung: EMA gibt grünes Licht

Nachdem die Europäische Arzneimittelbehörde EMA am Donnerstag Grünes Licht für den Einsatz des Corona-Impfstoffs von BioNTech/Pfizer bei Kindern im Alter von fünf bis elf Jahren gegeben hat, wird die Impfung auch vom Nationalen Impfgremium (NIG) empfohlen. 258.000 Dosen des eigenen Impfstoffs mit neuer Formulierung sollen bis zum Jahresende nach Österreich geliefert werden.

Corona-Krise

Tschechien ruft nationalen Notstand aus

Tschechien ruft wegen steigender Corona-Infektionszahlen erneut den nationalen Notstand aus. Das gab Ministerpräsident Andrej Babis nach einer Meldung der Agentur CTK am Donnerstag in Prag bekannt. Der Notstand ermöglicht es der Regierung, Grundrechte wie die Versammlungsfreiheit auszusetzen. Zudem können Medizinstudenten zum Dienst in Spitälern verpflichtet werden. Die Maßnahme gilt ab Freitag für zunächst 30 Tage.

Coronavirus

Hilfsorganisationen für Impfpflicht, fordern aber "Klarheit"

Die großen Hilfsorganisationen des Landes - Caritas, Diakonie, Hilfswerk, Rotes Kreuz und Volkshilfe - haben am Donnerstag hinsichtlich der ab Februar 2022 geplanten Impfpflicht „Klarheit“ von der Bundesregierung gefordert. Diese Forderung betreffe den Gesetzwerdungsprozess und „die spezifisch geplanten Anforderungen an Gesundheits- und Betreuungspersonal“, hieß es in einer Aussendung der Dachorganisation Bundesarbeitsgemeinschaft Freie Wohlfahrt (BAG).

Mann Flughafen Brüssel
Coronavirus

EU-Kommission: Auffrischungsimpfung für gültigen EU-Covid-Pass

Zum Kampf gegen die jüngste Corona-Welle hat die EU-Kommission eine Auffrischungsimpfung zur weiteren Gültigkeit des digitalen EU-Impfpasses vorgeschlagen. „Wir schlagen eine Gültigkeitsdauer von neun Monaten für den EU-weiten Impfpass vor, danach würde er ohne den Nachweis einer Auffrischungsimpfung seine Gültigkeit verlieren“, sagte Justizkommissar Didier Reynders am Donnerstag in Brüssel. Damit sollen neue Reisebeschränkungen vermieden werden.

lockwodn
Coronakrise

Expertin geht von teilweiser Lockdown-Verlängerung aus

Die Innsbrucker Virologin Dorothee von Laer geht von einer Verlängerung des Lockdowns in einigen Bundesländern aus. „Man wird den Lockdown in einigen Bundesländern verlängern müssen. Ich gehe davon aus, dass der Osten öffnen kann, der Westen nicht“, sagte sie am Donnerstag in einem Interview mit dem Nachrichtenmagazin „profil“ (online). Angesichts der sehr hohen Inzidenzen bei Kindern könnte ihrer Ansicht nach auch eine Schließung der Schulen notwendig werden.

Coronakrise

Viele Hindernisse für Ärztinnen und Ärzte in der Niederlassung

Die Covid-Pandemie sorgt nicht nur in Spitälern, sondern auch bei niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten für Hindernisse. „Jeder Patient braucht viel mehr Zeit“, sagte Allgemeinmedizinerin Naghme Kamaleyan-Schmied bei einer Pressekonferenz der Ärztekammer am Donnerstag. Niedergelassene Mediziner forderten unter anderem ein Parkpickerl in Wien sowie ein Dispensierrecht, um den neuen Alltag in ihren Praxen zu erleichtern.

Coronakrise

Niederösterreichs Spitäler über „systemkritischer Auslastungsgrenze“

In Niederösterreich ist am Donnerstag mit 114 Corona-Intensivpatienten die „systemkritische Auslastungsgrenze“ von 33 Prozent der Gesamtkapazitäten überschritten worden. Das bedeutete einen Anstieg um fünf Personen im Vergleich zu Mittwoch. Von insgesamt 334 Intensivbetten in den Landeskliniken waren laut Landesgesundheitsagentur (LGA) 114 mit Covid-19-Infizierten belegt und 138 mit Nicht-Corona-Patienten. Damit standen den Angaben zufolge 82 freie Plätze zur Verfügung.

Coronakrise

Israel fürchtet fünfte Welle

Israel steht nach Einschätzung des nationalen Corona-Beauftragten Salmans Sarka am Beginn einer neuen Infektionswelle. Aus Sicht des Experten komme der jüngste Anstieg der Zahl von Neuinfektionen „zu früh und zu schnell“, berichtete der Rundfunk am Donnerstag. Die vierte Welle galt in dem Land bereits als überwunden, zuletzt verzeichnete das Gesundheitsministerium aber wieder einen leichten Anstieg der Fallzahlen und des R-Werts, der das Infektionsgeschehen widerspiegelt.

Coronavirus

Rund 400 Schwangere auf Wiener Covid-Stationen behandelt

Rund 400 schwangere Frauen sind seit Ausbruch der Corona-Pandemie auf Wiener Covid-Stationen stationär behandelt worden. Eine Patientin im Alter von Anfang 30 ist in der Klinik Ottakring gestorben, bestätigte der Wiener Gesundheitsverbund am Donnerstag. „Keine, die wirklich Behandlung gebraucht hat, war geimpft“, hielt dazu Barbara Maier, Leiterin der Geburtenstation in Ottakring, fest.

Coronakrise

Pandemie bei Jugendlichen: 41 Prozent mehr Antidepressiva

64 Prozent weniger Besuche beim Hausarzt, 41 Prozent mehr Antidepressiva: „Das sind zwei Eckzahlen, die zeigen, wie die Corona-Pandemie die Kinder- und Jugendgesundheit beeinflusst hat“, sagte Peter Lehner, Co-Vorsitzender der Konferenz der Sozialversicherungsträger, bei der Eröffnung des 8. Kinder- und Jugendsymposiums des Dachverbands der Sozialversicherungen. Expertinnen und Experten diskutierten online die Auswirkungen der Pandemie auf die Kinder- und Jugendgesundheit.

Coronavirus

Warnung vor Corona-Partys

Meldungen über angebliche Corona-Partys in Niederösterreich haben laut Landessanitätsdirektorin Irmgard Lechner „für tiefe Besorgnis und Betroffenheit gesorgt“. „Dass sich Menschen mutwillig mit dem Coronavirus infizieren wollen, um so einer Impfpflicht zu entgehen, ist nur schwer begreifbar“, teilte Lechner am Donnerstag in einer Aussendung mit. Die Landessanitätsdirektorin rief erneut auf, sich selbst und nahestehende Personen durch Injektion gegen Covid-19 zu schützen.

Luftfilter
Coronakrise

Rund 1.500 Luftfilter wurden von Schulen abgerufen

Neben PCR-Tests, Masken und einem Abwasser-Screening hat das Bildungsministerium auch die Anschaffung von Luftfiltern angekündigt, um den Schulbetrieb in Zeiten von Corona sicherer zu gestalten. Die Luftfilter waren dabei für jene Räume gedacht, in denen Lüften über die Fenster nicht oder nur schwer möglich ist. Bestellt wurden schließlich rund 1.500 Geräte, zeigt die aktuelle Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage der SPÖ durch Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP).