Gesundheitspolitik

Statistik

Zahl der Sterbefälle auf bisherigem Höchststand für heuer

In der zweiten Novemberwoche 2021 ist die Zahl der Sterbefälle in Österreich auf den bisher höchsten Wert des Jahres gestiegen: Laut vorläufigen Ergebnissen von Statistik Austria sind in der 45. Kalenderwoche (8. bis 14. November 2021) 2.054 Personen verstorben. Nur in der dritten Kalenderwoche (18. bis 24. Jänner 2021 mit 2.009 Verstorbenen) lag die Zahl der Sterbefälle dieses Jahr bereits einmal über 2.000.

Rote Ampel
Corona-Ampel

Tiefrot mit leisem Hoffnungsschimmer

Ganz Österreich bleibt auf der Corona-Ampel tiefrot. Doch es gibt einen leisen Hoffnungsschimmer. Laut Arbeitsdokument der Ampel-Kommission geht die Risikozahl in drei Ländern, darunter die Problemregionen Oberösterreich und Salzburg, zurück. Zudem gibt es diese Woche wieder Bezirke, die einen rückläufigen Trend haben, freilich nur sieben und in keinem größeren Ausmaß.

Coronavirus

Bei keiner Kinderkrankheit mehr Hospitalisierungen

Keine Kinderkrankheit führe zu so vielen Krankenhaus- und Intensivstationsaufenthalten wie Corona, sagt Karl Zwiauer - Mitglied des Nationalen Impfgremiums - im Vorfeld der heute erwarteten EMA-Entscheidung über die Zulassung der Impfung von Fünf- bis Elfjährigen. Daten der Österreichischen Gesellschaft für Kinder- und Jugendheilkunde (ÖGKJ) zufolge landeten im April 2021 in der dritten Pandemiewelle pro Woche ein bis drei Kinder und Jugendliche auf Intensivstationen.

Coronavirus

Erste Intensivpatientin aus Salzburg in Wien angekommen

Die erste Covid-19-Intensivpatientin aus Salzburg ist am Mittwoch in Wien eingetroffen. Die Frau wurde mit einem ÖAMTC-Rettungshubschrauber in die Bundeshauptstadt geflogen und ins Wiener AKH überstellt. Das teilte Gesundheitsverbund-Sprecher Markus Pederiva am Nachmittag der APA mit. Nach der Frau sollen drei weitere Intensivpatienten von Salzburg nach Wien überstellt werden, um die prekäre Coronavirus-Situation in dem Bundesland zu entspannen.

Coronavirus

Mehr Intensivbetten für Covid-19 in OÖ als für andere Kranke

Die ungebrochen hohe Zahl an Neuinfektionen - 4.489 Fälle innerhalb von 24 Stunden - sowie die Lage in den Spitälern haben in Oberösterreich dazu geführt, dass das Land am Mittwoch die Bettenkapazität auf Stufe vier erhöht hat. Somit werden mit 157 Intensivbetten für Covid-19-Patienten mehr Betten bereitgestellt als für alle anderen Intensivpatienten (147 Betten) zusammen. Auf den Normalstationen stehen statt 600 nun 750 Betten für Corona-Kranke zur Verfügung.

Infektiologische Fachgesellschaften

Offener Brief: Corona-Impfung alternativlos

Zum Thema Prävention von Corona-Infektionen haben sich drei maßgebliche österreichische infektiologische Fachgesellschaften mit einem offenen Brief zu Wort gemeldet. Sie weisen auf die hohe Wirksamkeit der zugelassenen Impfstoffe vor allem bei der Vermeidung von schweren und tödlichen Verläufen sowie auf die Schlüsselstellung der Impfung hin. Grund für den Brief waren die „eskalierende Corona-Situation“ und die emotionalen und polarisierenden Diskussionen darüber.

Auf den Intensivstationen hauptsächlich Ungeimpfte

Dass die Corona-Impfung vor allem bei schweren Verläufen hilft, zeigen die aktuellsten die Zahlen zum Impfstatus der Covid-19-Spitalspatienten aus dem Gesundheitsministerium. Am gestrigen Dienstag befanden sich in ganz Österreich 584 Menschen mit einer Infektion auf der Intensivstation. 428 und somit 73,3 Prozent der Intensivpatienten hatten entweder keine oder eine unvollständige Impfung. Der wesentlich geringere Anteil, nämlich 156 Personen (26,7 Prozent), waren geimpft. Wien verleiht drei Ecmo-Geräte an Niederösterreich.

Coronakrise

Anhaltende Probleme mit Auswertung der PCR-Tests

Während in Wien in der vierten Corona-Welle das PCR-Gurgeltest-System funktioniert - in der 1,9 Millionen-Stadt werden täglich hunderttausende Tests ausgewertet und innerhalb der vorgesehenen 24-Stunden-Frist zugestellt -, gibt es in anderen Bundesländern weiter Probleme. In Oberösterreich, Niederösterreich und Salzburg ist das System seit zwei Tagen eingeschränkt, ein neuer Tests darf aufgrund von Engpässen nur alle 48 Stunden gemacht werden.

Corona-Impfung

WHO: Vakzine sollten zunächst an ärmere Länder gehen

Bei Corona-Impfungen sollte laut WHO Erwachsenen und Impfstoffspenden an ärmere Länder Vorrang gegeben werden. „Da Kinder und Jugendliche im Vergleich zu Erwachsenen in der Regel mildere Krankheitsverläufe aufweisen, ist es weniger dringlich, sie zu impfen als ältere Menschen, Menschen mit chronischen Erkrankungen und Beschäftigte im Gesundheitswesen, es sei denn, sie gehören zu einer Gruppe mit einem höheren Risiko für schwere Covid-19-Erkrankungen“, so die WHO am Mittwoch.

Corona-Impfung

Nach Booster-Impfung: Putin bekam Sputnik zusätzlich als Nasenspray

Kurz nach seiner Corona-Auffrischungsimpfung hat Russlands Präsident Wladimir Putin das russische Präparat Sputnik V eigener Aussage zufolge auch noch in Nasenspray-Form verabreicht bekommen. Ein Vertreter des staatlichen Gamaleja-Forschungsinstituts, das Sputnik V entwickelt hat, habe ihm das Puder-Spray Anfang der Woche in die Nase gesprüht, sagte Putin am Mittwoch während einer Videokonferenz mit Regierungsvertretern, die im Staatsfernsehen übertragen wurde.

Corona-Pandemie

Frankreich will Maßnahmen verschärfen, Slowakei im Lockdown

Angesichts stark steigender Corona-Infektionszahlen will die französische Regierung am Donnerstag neue Maßnahmen zur Eindämmung des Virus beschließen. Um massivere Schritte zu vermeiden soll dabei auf eine Verschärfung von Kontaktbeschränkungen und eine Forcierung der Impfkampagne gesetzt werden, kündigte Regierungssprecher Gabriel Attal an. Unterdessen hat nun auch die Slowakei angesichts der massiv gestiegenen Corona-Infektionszahlen einen zweiwöchigen Lockdown verhängt.

Corona-Impfung

Tirol lädt zu landesweitem Impftag am Sonntag

Das Land Tirol will am kommenden Wochenende mit einem tirolweiten „Impftag“ die Menschen zu einer Impfung gegen das Coronavirus bewegen. Alle neun Impfzentren des Landes werden ihre Tore für Erst-, Zweit- und Drittstiche öffnen, teilte das Land am Mittwoch mit. Zudem gibt es eine Schwerpunktaktion im Bezirk Schwaz. Dort wird von Freitag bis Sonntag ohne Anmeldung in 22 Gemeinden geimpft.

Schultafel Corona
Coronakrise

Diese Woche bisher deutlich weniger positive Schul-PCR-Tests

An den Schulen ist die Zahl der positiven PCR-Tests im Vergleich zur Vorwoche vorerst gesunken. Am Montag und Dienstag wurden (ohne Wien) 2.267 positive PCR-Tests registriert. 19 Schulen und 492 Klassen sind geschlossen. Zum Vergleich: Am Mittwoch der Vorwoche wurden rund 3.100 positive Tests vermeldet, damals waren elf Schulen und 407 Klassen in Quarantäne. Eine Entspannung an Schulen sieht der Linzer Bürgermeister Klaus Luger (SPÖ) nicht. Er schlägt Alarm und fordert sofortige Schulschließungen.

Wolfgang Mückstein Gesundheitsminister
Corona-Pandemie

Mückstein beharrt auf Lockdown-Ende nach 20 Tagen

Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne) beharrt darauf, dass der Corona-Lockdown für Geimpfte am 13. Dezember endet. Mit einem Zielwert bei der Infektionsentwicklung wollte er dies am Mittwoch nach Ministerrat nicht verknüpfen. Auch an den offenen Schulen will die türkis-grüne Bundesregierung nicht rütteln. Beschlossen wurde in der Regierungssitzung die Bestellung neuer Corona-Medikamente von Pfizer und Merck, die Anfang kommenden Jahres eintreffen sollen.

Coronakrise

Experten rechnen mit weiter steigenden Spitalszahlen

Drei Tage nach Inkrafttreten des österreichweiten Lockdown geht das Covid-Prognosekonsortium von einem weiter steigendem Bedarf an Spitalsbetten für Covid-19-Patientinnen und -Patienten vor allem im intensivmedizinischen Bereich (ICU) aus. Was die Infektionen mit SARS-CoV-2 betrifft, sehen die Experten eine beginnende Stagnation auf hohem Niveau. Ein weiterer Rückgang der Neuinfektionen ist aber dringend notwendig, um das epidemiologische Geschehen in den Griff zu kriegen.

Coronakrise

Spitäler in Salzburg und Niederösterreich am Limit

Im Bundesland Salzburg ist die Zahl der Corona-Patienten, die intensivmedizinisch betreut werden, erneut stark gestiegen. Lagen am Dienstag 45 Infizierte auf den Intensivstationen, waren es am Mittwoch bereits 50 Patienten. Die bisher genannte Obergrenze von 51 Intensivbetten ist damit nahezu erreicht. Auch in Niederösterreich ist die Lage in den Spitälern „höchst angespannt“, so die Landesgesundheitsagentur (LGA). Man versucht derzeit, pensioniertes Personal zurück in die Spitäler zu holen.