Gesundheitspolitik

Corona-Krise

Erstimpfungen sinken: Impfquote bleibt deutlich unter 80 Prozent

Während die Impfungen insgesamt auf Rekordkurs bleiben, gehen die Erstimpfungen wieder zurück. Zwar haben seit Dienstag sieben von zehn Menschen in Österreich zumindest die erste Dosis der Corona-Schutzimpfung erhalten. Täglich werden aber unter 14.000 Erststiche durchgeführt. Damit bleiben die in Südeuropa erreichten Durchimpfungsraten um die 80 Prozent außer Reichweite. Dabei zeigt der Bezirksvergleich einen klaren Zusammenhang zwischen Impfbereitschaft und Infektionen.

Corona-Impfstoff

Valneva will nächstes Jahr 24,3 Mio. Dosen seines Impfstoffs an EU liefern

Das französisch-österreichische Pharmaunternehmen Valneva hat mit der EU-Kommission einen Kaufvertrag über 60 Millionen Dosen seines inaktivierten Covid-19-Impfstoffs VLA2001 unterschrieben. Vor rund zwei Wochen hatte die EU-Kommission den Vorabverkaufvertrag für VLA2001, einen sogenannten „Totimpfstoff“, bereits genehmigt.

Grauhörnchen
Invasive Arten

Nach Europa eingeschleppte Säugetiere gefährden Umwelt und Gesundheit

„Nach Europa eingeschleppte Säugetiere bedrohen die einheimische Artenvielfalt und die menschliche Gesundheit - mit Folgen, die in der Vergangenheit weitgehend übersehen wurden“, warnen Wissenschafter, darunter Biologen der Uni Wien, in einer internationalen Studie, die im Fachjournal „Mammal Review“ veröffentlicht wurde. Viele dieser invasiven Arten breiten sich begünstigt durch den Klimawandel immer schneller aus. Und sie sind potenzielle Überträger von Krankheitserregern.

Corona-Medikament

EMA könnte Molnupiravir „innerhalb weniger Wochen“ zulassen

Die EU-Arzneimittelbehörde EMA macht Hoffnung auf eine schnelle Zulassung des Corona-Medikaments Molnupiravir. Über die Tabletten des US-Pharmariesen MSD - auch unter dem Namen Lagevrio bekannt - könnte „innerhalb weniger Wochen“ eine Stellungnahme abgegeben werden, erklärte die Behörde am Dienstag. Vergangene Woche hatte die EMA bereits eine Empfehlung ausgesprochen, wonach das Medikament in Notfällen eingesetzt werden kann.

Medikamente

Rheumatologen warnen vor Kortison-Osteoporose

Vor allem wegen chronisch entzündlicher Erkrankungen - zum Beispiel bei Rheuma - nehmen weltweit Millionen Menschen regelmäßig Kortison ein. Doch bei längerer Verwendung steigt das Risiko für krankhaften Knochenabbau (sekundäre Osteoporose) rasant. Deshalb sollten möglichst schnell nach Start einer solchen Therapie Gegenmaßnahmen getroffen werden, forderte jetzt die Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie (DGRh) anlässlich der Publikation neuer Empfehlungen.

Corona-Impfung

Deutsche Krebsorganisationen fordern allgemeine Impfpflicht

Die deutschsprachigen Länder gehören zu den wenigen reichen Industriestaaten mit trotzdem geringen Durchimpfungsraten gegen Covid-19. Das beunruhigt Menschen mit dem höchsten Risiko durch eine SARS-CoV-2-Infektion, zum Beispiel Krebspatienten, die oft ein geschwächtes Immunsystem durch die Erkrankung und/oder eine Therapie haben. In Deutschland haben jetzt die Krebsorganisationen mobil gemacht. Ihre Forderung: eine Impfpflicht für die breite Bevölkerung.

Opioid-Krise

Walmart, CVS und Walgreens wegen Mitschuld verurteilt

In den USA sind in einem richtungsweisenden Verfahren drei große Apothekenketten schuldig gesprochen worden, durch zu laxe Vergabe von süchtig machenden Arzneimitteln zur verheerenden Opioid-Krise beigetragen zu haben. Die Jury eines Bundesgerichts in Cleveland kam am Dienstag (Ortszeit) zu dem Schluss, dass die US-Einzelhändler Walmart, CVS und Walgreens den Verkauf von Schmerzmitteln in Ohio nicht ausreichend kontrollierten haben. Die Unternehmen kündigten Berufung an.

Impfdose Vakzin Impfstoff
Corona-Impfung

Impfpflicht für Schweizer und Deutsche großes Thema

Österreich hat bekanntlich die impfpflicht ab Februar geplant. Auch in Deutschland und der Schweiz ist die Debatte in vollem Gange, so hält etwa die stellvertretende Vorsitzende des Ethikrats, Susanne Schreiber, eine allgemeine Impfpflicht für denkbar. Auch die Schweiz ist laut einer aktuellen Umfrage Pro-Impfpflicht, wobei sich die offizielle Politik noch zurücknimmt. 

Corona-Verordnungen

EU-Kommission bringt neue Reiseempfehlungen

Nachdem einige EU-Staaten, darunter Österreich, angesichts rasant steigender Coronavirus-Infektionszahlen ihre Maßnahmen verschärften, wächst die Sorge vor Reisebeschränkungen. Die EU-Kommission fürchtet einen Fleckerlteppich und will diese Woche noch eine Aktualisierung der Reiseempfehlungen vorlegen. Dabei wird auch der Umgang mit Booster-Impfungen thematisiert werden. Ein Überblick über den Stand der Dinge.

Corona-Impfung

Je weniger geimpft wird, desto höher die Inzidenz

Dass in der vierten Corona-Welle ein Zusammenhang zwischen der Schutzimpfung gegen Covid-19 und den Infektionszahlen offensichtlich gegeben ist, zeigt sich, wenn man einen Blick auf die am stärksten betroffenen Bezirke wirft. Derzeit gibt es in Österreich acht Bezirke, deren Sieben-Tage-Inzidenz (Neuinfektionen in den vergangenen sieben Tagen je 100.000 Einwohner, Anm.) über 2.000 liegt. Sie weisen durchwegs schlechte Impfzahlen auf.

Alexander Schallenberg
Corona-Verordnungen

Schallenberg: „Kein Enddatum bei Lockdown für Ungeimpfte“

Bundeskanzler Alexander Schallenberg (ÖVP) hat am Dienstag bei der Beantwortung einer „Dringlichen Anfrage“ der SPÖ im Bundesrat erklärt, dass es beim aktuellen Lockdown „kein Enddatum für Ungeimpfte“ gibt. Jeder habe es aber selbst in der Hand, sich impfen zu lassen. Einmal mehr betonte Schallenberg, dass die Maßnahme eine „Zumutung“ für die Geimpften sei, da diese sich noch einmal beschränken müssten.

Deutschland Flagge
Corona-Krise

Corona-Welle trifft Deutschland hart - zunehmend Rufe nach Impfpflicht

Die zunehmende Wucht der vierten Corona-Welle trifft Deutschland immer härter. Die Intensivstationen sind laut Mediziner-Vereinigung Divi etwa in Bayern, Thüringen, Sachsen und einigen Ballungszentren bereits vielfach überlastet. Auch der Ruf nach einer allgemeinen Impfpflicht wird lauter. Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) betonte die Gleichwertigkeit des Moderna-Impfstoffs, da die Mengen des Präparats von Biontech in diesem Jahr begrenzt sind.

Skifahren Helm
Lockdown

Ischgl startet am 3. Dezember mit Skibetrieb

Die Silvrettaseilbahn AG wird nun doch den Skibetrieb in Ischgl ab 3. Dezember aufnehmen. Am Montag war man sich noch unsicher, ob und in welcher Form aufgesperrt wird. Nun teilten die Seilbahn-Vorstände Markus Walser und Günther Zangerl mit, dass man „allen Tagesgästen und Einheimischen ein breites Angebot an Anlagen und Pisten, und zwar grenzüberschreitend, zur Verfügung stellen“ werde. Der Ort war zu Pandemiebeginn als Corona-Cluster in die Negativschlagzeilen geraten.

Studie

Hormonähnliche Substanzen bremsen Adipositas

Die Zahl der Adipösen hat sich weltweit zwischen 1975 und 2016 verdreifacht. Die Zahl zur Behandlung von Übergewicht bzw. Fettsucht einsetzbarer Arzneimittel ist bisher überschaubar geblieben. Doch immer mehr hormonähnliche Substanzen sind in Entwicklung für neue Adipositas-Medikamente. Sie ahmen natürliche Mechanismen nach.

Coronavirus

Ärztestreik in Uganda - Entschädigung für tote Kollegen gefordert

In Uganda streiken Ärzte für eine finanzielle Entschädigung von Familien von Kollegen, die sich bei der Behandlung von Corona-Patienten selbst infiziert haben und gestorben sind. „Bis Juni haben wir 50 Kollegen durch die Pandemie verloren“, sagte Herbert Luswata, Generalsekretär des Ärzteverbands UMA, am Dienstag. Seitdem habe es noch zahlreiche weitere Todesfälle unter Ärzten gegeben, die Covid-Patienten behandelten.

Zeitungen
Coronavirus

Internationale Pressestimmen zu Österreichs Corona-Politik

Die internationale Medien kommentieren derzeit emsig und überaus kritisch die österreichischen Corona-Maßnahmen. Die Schlagzeilen im Blätterwald reichen dabei von „Systemversagen prägt Österreichs Corona-Politik“ (Nepszava) über „Österreich braucht einen Kanzler mit eigener Autorität“ (FAZ) bis hin zu „Ziellos, zögerlich, zerstritten“ (Handelsblatt).