Gesundheitspolitik

NÖ-Wahl

Schnabl hob Teuerung und Gesundheit als Schwerpunkte hervor

Der SPÖ-Spitzenkandidat für die niederösterreichische Landtagswahl, LHStv. Franz Schnabl, hat am Dienstag in einem Pressegespräch in St. Pölten Maßnahmen gegen die Teuerung und im Gesundheitsbereich als Schwerpunkte seiner Partei genannt. „Wir führen einen Themenwahlkampf“, betonte der Landesparteivorsitzende. Kritik übte Schnabl erneut an der ÖVP und an der türkis-grünen Bundesregierung. Als Wahlziel bekräftigte er das Brechen der ÖVP-Absoluten.

Medikamente

Medikamentenengpass: Preiserhöhung hilft nicht

In der Diskussion um den anhaltenden Engpass bei Arzneimitteln fordert die Pharmaindustrie höhere Preise für Medikamente. Peter Lehner, Vorsitzender der Konferenz der Sozialversicherungsträger, kann dem nichts abgewinnen: „Wenn ein Produkt nicht verfügbar ist, dann wird es nicht verfügbar, wenn es teurer wird“, sagte er im Ö1-Morgenjournal. „Das heißt, ein höherer Preis führt nur dazu, dass die Gewinne der Pharmawirtschaft größer werden.“

Branche für Stresstests gegen Mangel bei Arzneimitteln

Die forschenden Pharmaunternehmen in Deutschland haben Vorschläge gemacht, wie Engpässen von Medikamenten möglichst vermieden werden können. Wie die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (Dienstag) berichtet, plädieren sie in einem Papier zum Beispiel für eine bessere Transparenz mit Blick auf Lagerbestände und Warenströme von Arzneimitteln. Außerdem sprechen sie sich für systematische Stresstests für Lieferketten aus. Dies könnte bedeuten, dass Medikamente am Ende teurer werden. Jedoch habe Liefersicherheit „einen Preis“, hieß es beim Branchenverband VFA.

Pflege

Steiermark hebt Gehälter in Teilbereichen an

Der Mangel an Arbeitskräften im Pflegebereich bereitet den steirischen Spitälern Sorge. Gehaltserhöhungen im Bereich der Kinder- und Jugendlichenpflege sowie der psychiatrischen Pflege, die Neuordnung des Springer-Pools samt finanzieller Anreize und geplante Überstunden über die 20-Stunden-Grenze hinaus, sollen die akute Situation abmildern. Weitere Maßnahmen sollen in den kommenden Wochen und Monaten folgen, kündigte Gesundheitslandesrätin Juliane Bogner-Strauß (ÖVP) an.

Krebs
Digitalisierung

Bessere Vernetzung gegen Krebs

Im Kampf gegen Krebs sollen der Gesundheitssektor und Forschungsinstitute in der EU künftig enger zusammenarbeiten. Mit einer neuen Initiative will die Europäische Kommission unter anderem Datenbanken miteinander vernetzen, um Bildaten aus der Krebsmedizin auszutauschen, wie die Kommission am Montag in Brüssel mitteilte. Der Datenschutz solle dabei zu jedem Zeitpunkt eingehalten werden.

Infektionskrankheiten

Krankmeldungen: Trotz Influenzarückgang extrem hoch

Die grippalen Infekte und Zahlen „echter Grippe“ (Influenza) sind zwar zuletzt leicht zurückgegangen, die österreichweiten Krankmeldungen deshalb blieben aber weiterhin „saisonal auf hohem Niveau“. 61.820 Betroffene waren hier österreichweit mit diversen Erkältungen krankgeschrieben, die Influenza machte dabei 2.109 Fälle aus, Covid-19 betraf 9.794 Krankenstände.

Medikamentenengpaß

Pharmig fordert Anpassung der Preise

In der Diskussion um die aktuelle Arzneimittelknappheit hat der Verband der pharmazeutischen Industrie (Pharmig) am Montag die Anpassung der Medikamentenpreise in Österreich an die Inflation gefordert. Zudem brauche es die Rückholung der Produktion nach Europa, hieß es bei einer Pressekonferenz in Wien. In der akuten Lage werde aber nur ein Ende der Erkältungswelle Entspannung bringen. 612 Arzneiprodukte waren Montagfrüh eingeschränkt verfügbar, 340 davon nicht lieferbar.

Hotline

Lauterbach plant Long-Covid-Hotline

Der deutsche Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach will Long-Covid-Patient:innen mit mehr Informationen unterstützen und ihre Versorgung durch Investitionen in die Forschung verbessern. Zeitnah werde in seinem Ministerium eine Hotline als Anlaufstelle für Menschen eingerichtet, die sich über Long Covid informieren wollen, sagte Lauterbach der „Rheinischen Post“ (Samstag). Auskunft soll es über die Hotline auch zu Diagnostik und neuen Therapieansätzen geben.

Wuhan Karte
Coronakrise

Wuhan feiert Rückkehr zur Normalität

Als erster Corona-Hotspot weltweit wurde die chinesische Stadt Wuhan zu Beginn der Pandemie von der Außenwelt abgeriegelt - drei Jahre später haben die Einwohner der Millionenmetropole die Angst vor dem Virus hinter sich gelassen. Viele Einwohner zeigten sich am Montag erleichtert, dass am dritten Jahrestag des Lockdowns wieder Normalität in ihrer Stadt herrscht.

Donuts
Transfette

WHO: Mehr Schutz vor „toxischen Substanzen"

In Nahrungsmitteln werden immer noch schädliche industriell produzierte Transfette verwendet, und mehr als fünf der rund acht Milliarden Menschen sind nicht ausreichend davor geschützt. So lautete am Montag eine Zwischenbilanz der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Sie hatte eigentlich erreichen wollen, dass die gesundheitsgefährdenden Bestandteile bis 2023 weltweit weitgehend aus der Nahrungsmittelkette verschwinden.

Tierversuche

Keine Pflicht mehr für Arzneimittelentwicklung

In den USA müssen neue Medikamente seit kurzem nicht mehr an Tieren getestet werden, um von der US-Arzneimittelbehörde (FDA) zugelassen werden zu können - für Europa sieht die zuständige Arzneimittelbehörde EMA die Zeit für einen solchen Schritt noch nicht gekommen. Noch könne nicht vollständig auf Tierversuche verzichtet werden, teilte die EMA mit.

Berliner Behörden stellen Ermittlungen zu toter österreichischer Ärztin ein

Den Behörden in der Hauptstadt ist es nicht gelungen, die beiden Berliner zu identifizieren, die Hassmails an die österreichische Impfärztin Lisa-Marie Kellermayr sandten. „Trotz mehrere Monate dauernder, intensiver Ermittlungen“ habe das Verfahren in der vergangenen Woche eingestellt werden müssen, teilte die Berliner Staatsanwaltschaft am Freitag mit.

Privatpatienten werden in der Schweiz häufiger am Herzen behandelt

Patient:innen mit einer privaten Zusatzversicherung haben in der Schweiz eine größere Chance auf eine Operation am Herzen als Grundversicherte. In einer neuen Studie der Universität Basel und des Kantonsspitals Aarau war die Wahrscheinlichkeit, einen solchen Eingriff zu erhalten, bei Zusatzversicherten um elf Prozent höher.

Finanzausgleich

Doskozil will über Strukturen in Gesundheit reden

Burgenlands Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (SPÖ) will bei den Finanzausgleichsverhandlungen die Strukturen im Gesundheitssystem diskutieren. Es dürfe nicht immer nur um Forderungen nach mehr Geld gehen, sieht er auch die Länder gefordert. Zentralste Frage dabei sei, wie man die in Österreich ausgebildeten Ärzt:innen auch hier im Land halten kann. Eine deutliche Absage gab es von ihm zu Überlegungen, dass Sozialversicherungsträger Spitäler der Länder übernehmen könnten.

Hans Peter Doskozil
Fachärzte

Burgenland erhöht Facharztgehälter

Das Burgenland hat sich mit Vertretern der Spitalsärzte auf ein neues Gehaltsschema geeinigt, das für alle Fachärzte eine Erhöhung bringt. Die Details sollen noch ausgearbeitet werden, laut Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (SPÖ) werde man aber „die beste Belohnung österreichweit anbieten“, wie er bei einer Pressekonferenz im Rahmen der Klausur des SPÖ-Landtagsklubs am Freitag in Stegersbach erklärte.

PK Mai 2020 im BKA
Energiewende

Gewessler: Steirisches Kohlekraftwerk Mellach wird nicht hochgefahren

Das steirische Kohlekraftwerk Mellach soll doch nicht reaktiviert werden wie es aufgrund der Energiekrise bisher vorgesehen war. „Wir haben aktuell andere Prioritäten“, sagte Ministerin Leonore Gewessler am Donnerstag im Rahmen eines Biomasse-Kongresses in Graz vom ORF-Steiermark auf die Reaktivierung angesprochen. Man habe andere Maßnahmen gesetzt und sei für den Winter gut gerüstet. Kommt es zu einer Energiemangellage könnte sich das notfalls wieder ändern.