Gesundheitspolitik

Coronakrise

Schul-„Gurgelstudie“ mit neuen Fragestellungen vor Comeback

Vor der Wiederaufnahme steht die SARS-CoV-2-Monitoringstudie an Schulen in ganz Österreich. Nach Verschiebungen der dritten Runde der viel beachteten „Gurgelstudie“ wird diese ab Montag (1. März) wieder anlaufen, wie der Initiator der Untersuchung, Michael Wagner,  bestätigte. Neben der Covid-19-Prävalenz an Schulen will man auch erheben, in welchem Ausmaß die „Nasenbohrer“-Tests Infizierte übersehen und wie die neuen Virenvarianten dort verteilt sind.

Coronavirus

Studie untersucht Verlauf von Infektionen bei Kindern

Auch nach einem Jahr wird über die Rolle von Kindern und Jugendlichen bei der Ausbreitung der Corona-Pandemie diskutiert. Eine neue repräsentative Studie der Medizin-Universität Graz, der AGES und der Gesellschaft für Kinder- und Jugendheilkunde (ÖGKJ) soll nun ein „umfassenderes und realistischeres Bild“ liefern, so ÖGKJ-Studienkoordinator Volker Strenger in einer Aussendung. Dafür sollen in den nächsten Wochen 5.000 Kinder online zu ihrer Covid-19-Infektion befragt werden.

Coronakrise

Mayrhofen mit Ausreisetestpflicht

Die Tiroler Gemeinde Mayrhofen im hinteren Zillertal darf wegen der Verbreitung der Südafrika-Mutante ab Samstag bis Mittwoch nur noch mit einem negativen Corona-Test, der nicht älter als 72 Stunden ist, verlassen werden. Auch der Handel - bis auf die Grundversorger - bleibt von Samstag bis Mittwoch zu. Der Kindergarten und die Schulen bleiben im gleichen Zeitraum ebenfalls geschlossen bzw. im Distance Learning.

Coronavirus

Merkel will Ausstieg aus Lockdown mit System zum „Freitesten“ ermöglichen

Eine Woche vor der neuen Bund-Länder-Runde zur Corona-Politik hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ihre Vorstellungen für einen Ausstieg aus dem Lockdown konkretisiert. Die Öffnungen müssten von umfassenden Schnelltests flankiert werden, so dass sich die Bürgerinnen und Bürger gleichsam „freitesten“ lassen könnten, um an einem sich langsam normalisierenden öffentlichen Leben teilzunehmen, sagte Merkel der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ vom Donnerstag. Bereits im März solle ein solches Testsystem funktionsfähig sein.

Coronavirus

Litauen verlängerte Lockdown bis Ende März

Im Kampf gegen das Coronavirus bleibt das öffentliche Leben in Litauen weiter eingeschränkt. Die Regierung in Vilnius verlängerte am Mittwoch den Lockdown in dem EU-Land um einen weiteren Monat bis Ende März. Begründet wurde der Schritt mit der weiterhin ungünstigen epidemiologische Situation in dem knapp drei Millionen Einwohner zählenden Ostseestaat.

Coronavirus

EU-Abgeordnete fordern Tempo bei Bekämpfung von Corona

Österreichische EU-Abgeordnete haben im Vorfeld des virtuellen EU-Gipfels am Donnerstag mehr Tempo in der Bekämpfung der Coronavirus-Pandemie gefordern. Zwar sorge die gemeinsame Beschaffung von Impfstoffen für angemessene Preise, so ÖVP-Delegationsleiterin im Europaparlament Angelika Winzig in einer Aussendung. „Aber wir brauchen einen raschen Ausbau der Produktionskapazitäten sowie mehr Koordinierung und Effizienz in der Logistik.“

Coronavirus

Schweiz setzt Kärnten, Niederösterreich, Steiermark auf Risikoliste

Die Schweiz hat ihre Liste der Risikoländer und Risikogebiete überarbeitet. Zusätzlich zu dem Bundesland Salzburg wurden neu Kärnten, Niederösterreich und die Steiermark daraufgenommen. Das bedeutet, dass bei Einreisen in die Schweiz aus diesen Bundesländern ab 8. März eine Quarantäne von einer Woche einzuhalten ist. Neu auf der Liste stehen auch einige Regionen in Italien und Frankreich, aber auch Länder wie Antigua und Barbuda, Barbados, Chile, Kuwait, Moldawien und Peru.

Corona-Impfstoff

US-Behörde bescheinigt Corona-Impfstoff von Johnson & Johnson hohe Wirksamkeit

Der Corona-Impfstoff des US-Pharmakonzerns Johnson & Johnson hat nach Angaben der US-Arzneimittelbehörde FDA eine sehr hohe Wirksamkeit. Wie aus am Mittwoch veröffentlichten Unterlagen hervorgeht, verhinderte das Mittel in einer großen klinischen Studie in den USA schwere Erkrankungen zu 85,9 Prozent. Bei Studien in Südafrika und Brasilien lag die Wirksamkeit demnach bei 81,7 beziehungsweise 87,6 Prozent. Damit scheint der Impfstoff also auch gut gegen die südafrikanische und die brasilianische Virus-Variante zu wirken, die als deutlich ansteckender gelten.

Altenpflege Pflege Pflegereform
Coronavirus

In Heimen bald zwei Besuche pro Woche erlaubt

Bewohner von Alters- und Pflegeheimen sollen in einem ersten Lockerungsschritt der restriktiven Coronamaßnahmen künftig zwei Besuche statt nur einem pro Woche empfangen dürfen, und zwar von jeweils höchstens zwei Personen. Das hat Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) am Mittwoch in einem Pressegespräch bekanntgegeben. Man sei derzeit am Finalisieren und versuche, dies möglichst rasch umzusetzen.

Corona-Impfung

Erste Corona-Impfungen in der Ukraine

In der Ukraine haben am Mittwoch die Impfungen gegen das Coronavirus begonnen. „Wir haben den ersten Arzt geimpft“, verkündete der Gouverneur der zentralukrainischen Region Tscherkassy, Oleksander Skitschko, wo die Impfkampagne begann. Zuerst werden in der Ukraine medizinisches Personal und besonders gefährdete alte Menschen geimpft.

Corona-Impfstoff

Ghana erhält als erstes Land Corona-Impfstoff von Covax-Initiative

Meilenstein im Kampf gegen die Pandemie: Als erstes Land der Welt hat das westafrikanische Ghana Corona-Impfdosen von der internationalen Covax-Initiative erhalten. Bei der ersten Ladung handelt es sich um 600 000 Dosen des Astrazeneca-Wirkstoffs, wie es in einer Mitteilung des UN-Kinderhilfswerks (Unicef) vom Mittwoch hieß. Diese Lieferung repräsentiere den Beginn der wohl größten Beschaffungs- und Versorgungs-Initiative von Impfstoffen in der Geschichte. „Dies ist ein monumentales Ereignis“, hieß es.

Massentests

Erstmals Corona-Selbsttests in Deutschland zugelassen

In Deutschland soll es bereits in wenigen Tagen Corona-Schnelltests zur Eigenanwendung zu Hause geben. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) erteilte Sonderzulassungen für drei Produkte zur Anwendung im vorderen Nasenbereich, wie das Institut am Mittwoch mitteilte. Bisher gibt es nur Schnelltests zum Nachweis einer Coronavirus-Infektion, die von medizinisch geschultem Personal ausgeführt werden.

Corona-Impfung

Ungarn begann Impfungen mit chinesischem Mittel

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie hat Ungarn am Mittwoch als bisher einziges EU-Land mit der Verabreichung des chinesischen Impfstoffs von Sinopharm begonnen. In den nächsten sieben Tagen sollen 275.000 Menschen mit dem in der EU nicht zugelassenen Mittel geimpft werden, erklärte die Oberste Amtsärztin Cecilia Müller in einer Online-Pressekonferenz. „Damit unternehmen wir einen wichtigen Schritt zum Schutz der Bevölkerung vor dem Coronavirus“, fügte sie hinzu.

Corona-Impfstoff

Fünf EU-Länder sind besorgt über Corona-Impfstoffproduktion in Europa

Fünf Staaten der Europäischen Union zeigen sich besorgt über den Umfang der Produktion von Corona-Impfstoff in Europa. Litauen, Belgien, Dänemark, Spanien und Polen appellierten am Mittwoch in einem gemeinsamen Schreiben an EU-Ratspräsident Charles Michel, unverzüglich Maßnahmen zu ergreifen, um die Produktionskapazitäten auszuweiten. Das teilte die litauische Präsidialkanzlei in Vilnius mit.

Der Gesundheitsminister verfolgt weiterhin „eine umfassende Teststrategie“. Tests bei auf SARS-CoV-2 hindeutenden Symptomen und das Screening von Risikogruppen wären nötig und wichtig, wobei die Ergebnisse schneller vorliegen müssten.verfolgt weiterhin „eine umfassende Teststrategie“, . Tests bei auf SARS-CoV-2 hindeutenden Symptomen und das Screening von Risikogruppen wären nötig und wichtig, wobei die Ergebnisse schneller vorliegen müssten.
Corona-Impfstoff

AstraZeneca für über 65-Jährige ohne Einfluss auf Impfplan

Nach Ansicht von Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) werden weder die bevorstehende Zulassung des AstraZeneca-Impfstoffs für über 65-Jährige noch mögliche Lieferschwierigkeiten des Unternehmens größere Auswirkungen auf den österreichischen Impfplan haben. „Wir sind bei der Impfplanung auf der sicheren Seite“, sagte er in einer Pressekonferenz am Mittwoch, denn man sei seit längerem davon ausgegangen, dass es weniger Lieferungen im zweiten Quartal 2021 geben werde.

Psychische Gesundheit

Bald „Home Treatment“ für Kinder in Wien

Kinder und Jugendliche, die in Wien an psychosozialen Erkrankungen leiden, werden künftig verstärkt zuhause betreut. Im Rahmen des Projekts „Home Treatment“ sind mobile Teams im Einsatz, die bis zu sechs Monate bei einer Familie tätig sind. Es ist Teil eines Maßnahmenpakets, das die Stadt am Mittwoch präsentiert hat. Man reagiert damit auf eine negative Entwicklung: Die seelischen Störungen bei Jungen haben in der Coronapandemie deutlich zugenommen.