Ärzte ohne Grenzen besorgt über Auswirkungen auf Bevölkerung

Die Hilfsorganisation „Ärzte ohne Grenzen“ (MSF) hat sich „zutiefst besorgt“ über die Auswirkungen des russischen Angriffs auf die Ukraine für die Bevölkerung gezeigt. Die MSF-Teams würden „zehntausende Menschen“ auf den Straßen beobachten, „die verängstigt und auf der Flucht sind“. Ärzte ohne Grenzen evaluiere derzeit, wie die Hilfe rasch und bestmöglich angepasst werden kann, um auf diese Notsituation zu reagieren, hieß es.

red/Agenturen

„Der Zugang zu Gesundheitsversorgung muss gewährleistet bleiben und es muss sichergestellt sein, dass medizinische Einrichtungen gemäß dem Völkerrecht geschützt sind“, hält die Organisation fest. Die Situation in der Ukraine entwickle und verändere sich aber rasant. Ärzte ohne Grenzen bereite daher allgemeine Notfallfallmaßnahmen vor, um auf eine Vielzahl von Bedürfnissen vorbereitet zu sein.

Unmittelbar vor der Eskalation standen die Hilfsorganisation in Kontakt mit mehreren Krankenhäusern in den Gebieten Donezk und Luhansk, um Schulungen in Notfallmedizin und -chirurgie anzubieten. Am Donnerstag hat Ärzte ohne Grenzen einem Krankenhaus in Mariupol medizinische Hilfsgüter zur Verfügung gestellt. „Auch während die Kämpfe andauern, muss der Zugang zur Gesundheitsversorgung gewährleistet bleiben und sichergestellt sein, dass medizinische Einrichtungen gemäß dem Völkerrecht geschützt sind.“

Ärzte ohne Grenzen wurde 1971 in Frankreich unter dem Namen „Médicins Sans Frontières (MSF)“ gegründet. Die internationale Organisation leistet kostenlose medizinische Hilfe in Konflikt- und Krisenregionen und ist aktuell in rund 80 Ländern der Welt aktiv. 1999 erhielt die Organisation den Friedensnobelpreis.

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