Corona-Impfstoff
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Corona-Impfstoff

Schon 17.000 Anmeldungen von über 80-jährigen Kärntnern

In Kärnten haben sich bereits 17.000 über 80-Jährige, die nicht in Altenheimen leben, für eine Coronaimpfung angemeldet. Wie Gerd Kurath vom Landespressedienst am Donnerstag vor Journalisten sagte, stehen für diese Altersgruppe vorerst 13.000 Impfdosen zur Verfügung. Derzeit werden die Termine mit den Impfwilligen ausgemacht. Ab übermorgen Samstag sollen in den acht Bezirksstellen der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK) 1.800 Impfungen pro Tag ausgegeben werden.

red/Agenturen

Was die Priorisierung angeht, so sollen ältere Personen zuerst drankommen, weil ältere noch anfälliger für schwere Covid-19-Erkrankungen sind.

In den Alterswohn- und Pflegeheimen dürfte man schneller als geplant mit den ersten Impfungen fertig sein, dort sollen bereits mit Donnerstagabend alle impfwilligen Bewohner und Mitarbeiter eine erste Immunisierung bekommen haben. Die Zahl der in Kärnten verabreichten Impfungen soll dann bei rund 7.000 liegen.

Ab kommender Woche soll dann das Personal auf Covid-Stationen in den Kärntner Krankenhäusern geimpft werden. Die Nachfrage sei groß, betonte Kurath - nachdem sich vor einigen Tagen bereits 70 Prozent des Krankenhauspersonals für eine Impfung angemeldet hat, sei diese Zahl noch einmal gestiegen. Kommende Woche soll auch die Ärztekammer ein Impfstoff-Kontingent für niedergelassene Ärzte in Kärnten bekommen. Ärztekammerpräsidentin Petra Preiss hatte erst am Mittwoch die rasche Bereitstellung von Impfdosen für das Gesundheitspersonal gefordert.

Aufregung um Immunisierung von Angehörigen

Für Aufregung hat am Donnerstag im Land ein Medienbericht gesorgt, wonach in einem Altersheim in Kärnten im Zuge der Covid-Impfaktion 120 Angehörige der Bewohner geimpft worden sein sollen. Wie der Landespressedienst mitteilte, hatte man zwar „Ersatzlisten“ mit Impfwilligen geführt, allerdings seien nur 20 Angehörige geimpft worden. Weil die Ampullen oft mehr Impfstoff beinhalten, werde dieser auch verimpft.

Ersatzlisten werden in Kärnten seit Beginn der Impfungen in den Altersheimen vergangene Woche geführt - etwa für den Fall, dass Impfwillige krank werden oder aus anderen Gründen nicht teilnehmen können. Darauf können externe Heim-Mitarbeiter oder auch Angehörige aufscheinen, erklärte Gerd Kurath vom Landespressedienst auf APA-Anfrage: „So soll gewährleistet werden, dass wirklich jede Dosis, die man zur Verfügung hat, auch verabreicht wird.“

In dem betroffenen Heim hatten sich insgesamt 120 Personen für eine Impfung angemeldet: 86 Bewohner, 23 Mitarbeiter und elf externe Mitarbeitende. Beliefert wurde das Heim daher mit 24 Impfstoff-Ampullen. Laut Angaben des Herstellers BioNTech enthält eine solche Ampulle Impfstoff für insgesamt fünf Personen - der Inhalt reicht aber für sechs Impfdosen oder mehr aus. Weil der aufgetaute Impfstoff schnellstmöglich auch verabreicht werden muss, wurden die Heimleitungen aufgefordert, Ersatzlisten von Impfwilligen anzulegen.

Insgesamt 151 durchgeführte Impfungen

„Letztlich wurden daher in besagtem Heim nicht wie geplant 120, sondern 151 Personen geimpft. Darunter waren 91 Bewohnerinnen und Bewohner, 31 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie 29 Externe - 20 von ihnen waren Angehörige“, hieß es in einer Aussendung des Landespressedienstes. Die Differenz sei mit den zusätzlich verfügbaren Dosen erklärbar und liege „im erwartbaren Rahmen“.

 

 

 

 
© medinlive | 15.05.2021 | Link: https://medinlive.at/index.php/gesellschaft/schon-17000-anmeldungen-von-ueber-80-jaehrigen-kaerntnern