Swissmedic lässt Pfizer/Biontech-Impfung ab zwölf Jahren zu

Auch Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren können sich zum Schutz vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus impfen lassen. Das Heilmittelinstitut Swissmedic liess am Freitag den Impfstoff von Pfizer/Biontech für die Altersklasse bis 16 zu.

red/Agenturen

Swissmedic prüfte die Ausweitung der Anwendung beschleunigt im rollenden Verfahren, wie das Institut mitteilte. Das Pharmaunternehmen hatte das Gesuch für die sogenannte Indikationserweiterung des Präparats "Comirnaty" am 7. Mai eingereicht.

Auch bei den Kindern und Jugendlichen ab zwölf Jahren muss der Impfstoff zweimal verabreicht werden. In der klinischen Studie zeigte sich in dieser Altersgruppe, dass die Wirksamkeit gegen 100 Prozent erreicht.

Gleiche Dosis - gleiche Nebenwirkungen

Die Studienteilnehmer erhielten die gleiche Dosis wie Erwachsene. Ihre Immunreaktion war mit älteren Probanden im Alter zwischen 16 und 25 Jahren vergleichbar. Auch die Nebenwirkungen entsprachen jenen bei den älteren Probanden und Erwachsenen.

Am häufigsten traten Schmerzen an der Injektionsstelle, Müdigkeit, Kopfschmerzen, Schüttelfrost, Muskelschmerzen, Fieber oder Gelenkschmerzen auf. Die Nebenwirkungen dauerten gemäss Swissmedic in der Regel bis zu drei Tage und konnten nach der zweiten Dosis ausgeprägter ausfallen.

Jugendliche ab 16 Jahren können sich impfen lassen, seit ausreichend Impfstoff vorhanden ist. Das Produkt von Pfizer/Biontech ist in den USA seit Mitte Mai für Impfungen ab 12 Jahren zugelassen.

Sinkende Infektionswerte

Dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) wurden am Freitag in der Schweiz und Liechtenstein innerhalb von 24 Stunden 491 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet. Am Donnerstag waren es noch 588 gewesen. Gleichzeitig registrierte das BAG 16 Spitaleinweisungen und drei neue Todesfälle.

Auf 100'000 Einwohnerinnen und Einwohner wurden in den vergangenen zwei Wochen 110,4 laborbestätigte Coronavirus-Infektionen gemeldet. Die Reproduktionszahl R, die angibt, wie viele Personen eine infizierte Person im Durchschnitt ansteckt, lag am 25. Mai bei 0,76.

Die Auslastung der Intensivstationen in den Spitälern beträgt zurzeit 73,9 Prozent. 14,6 Prozent der verfügbaren Betten werden von Covid-19-Patienten belegt.

28'736 Personen mussten bisher wegen einer Covid-19-Erkrankung im Spital behandelt werden. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung belief sich auf 10'272. 28'736 Personen mussten bisher wegen einer Covid-19-Erkrankung im Spital behandelt werden. Insgesamt gab es 697'292 laborbestätigte Fälle von Ansteckungen mit dem Coronavirus.

Impfkadenz steigt

Insgesamt wurden bis am Mittwochabend 5'826'850 Impfdosen an die Kantone und Liechtenstein ausgeliefert. Davon wurden 5'151'927 Dosen verabreicht. Erstmals überstiegen die Impfungen vom 27. Mai bis zum 2. Juni mit 610'203 die 600'000er-Marke.

Pro Tag wurden damit durchschnittlich 87'172 Impfungen durchgeführt. Im Vergleich zur Woche davor stieg die Impfkadenz um 10 Prozent. 1'908'439 Personen sind vollständig geimpft. Das entspricht 22,1 Prozent der Bevölkerung. Bei 1'335'049 Personen wurde bislang nur die Erstimpfung durchgeführt.

 
© medinlive | 24.10.2021 | Link: https://medinlive.at/index.php/gesundheitspolitik/swissmedic-laesst-pfizerbiontech-impfung-ab-zwoelf-jahren-zu