Novartis zeigt sich für künftige Mutationen gewappnet

Der Pharmakonzern Novartis mit Sitz im Tiroler Kundl, der im zweiten Quartal mit der Herstellung der mRNA und des vorformulierten Wirkstoffes für den Corona-Impfstoffkandidaten CureVac beginnen will, sieht sich auch für mögliche kommende Corona-Mutationen gut gerüstet. „Die Technologie am Standort ermöglicht uns eine schnelle Reaktion", meinte Michael Kocher, Country President von Novartis Österreich.

red/Agenturen

Es gebe allerdings noch keine konkreten Pläne. „Zuerst einmal wollen wir bis Ende 2022 rund 250 Millionen Impfstoffdosen produzieren", strich Kocher auf Nachfrage heraus. Es gehe aber insgesamt um ein „europäisches und globales Projekt", ergänzte er am Dienstag bei einem Pressegespräch in Kundl, dem ein Betriebsbesuch von Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck und Landeshauptmann Günther Platter (beide ÖVP) vorangegangen war.

Auch der Landeshauptmann, der zudem die Schaffung von 100 neuen Arbeitsplätzen durch die neue Produktion hervorhob, betonte die künftige Relevanz schnell auf Mutationen reagieren zu können. „Die Grundlage dafür wurde nunmehr geschaffen", sagte er. Von der Geschwindigkeit, mit der das möglich geworden sei, zeigte er sich „begeistert".

Ebenjenem Tempo sprach Schramböck zu, dass es „einzigartig in Europa“ sei. Sie sah deshalb auch „Tirol als Kern einer europäischen Corona-Strategie". Es gelte aktuell und künftig „alle Kräfte zu bündeln“ und die „neue Technologie als Basis für die Zukunft zu sehen".

Um diese Basis zu schaffen habe man jedenfalls 20 Millionen Euro am Standort investiert, hob Mario Riesner, Managing Director der Sandoz GmbH, hervor. Künftig wolle man Kundl-Schaftenau als „Technologie-Zentrum“ aufbauen. Dass gegenwärtig so schnell auf die Corona-Thematik reagiert wurde, sei zudem Verdienst von „70 Jahren Pioniergeist", so Riesner.