Coronakrise

Italien setzt „Corona-Zug" ein

Die italienischen Staatsbahnen (FS) engagieren sich im Kampf gegen die Pandemie: Die Bahnen planen einen Sonderzug mit medizinischer Einrichtung, der bei Notstandssituationen in Italien oder im Ausland eingesetzt werden könne.

red/Agenturen

Umgebaut und entsprechend sanitär ausgerüstet werden soll die Garnitur vom italienischen Zivilschutz und der lombardischen Behörde für Notsituationen AREU, kündigte Bahnchef Gianfranco Battisti nach Medienangaben an. Laut Battisti könne der Zug in ganz Europa eingesetzt werden.

Auf dem Platz vor dem römischen Hauptbahnhof Termini wurde unterdessen eine Impfstelle eingerichtet. Hier können täglich bis zu 1.500 Menschen das Vakzin erhalten. Ab April wollen die Staatsbahnen außerdem an Bord der Hochgeschwindigkeitszüge „Frecciarossa“ zwischen Mailand und Rom Pflichttests für Passagiere und Personal einführen. „Das ist eine Lösung vor allem für Reisende, die im Sommer mit Sicherheit touristische Destinationen erreichen wollen“, sagte Battisti.

Zugpersonal soll getestet werden

Ab Juni sollen die „coronafreien Züge“ auch auf andere Strecken ausgedehnt werden. Damit will man unter anderem Touristen eine Garantie für die sichere Fahrt in den Urlaub geben. Reisende müssen für die Testung mindestens eine Stunde vor Abfahrt des Zuges am Gleis sein.

Auch das Personal soll getestet werden, was Bedenken bei den Gewerkschaften auslöste. „Wir wollen wissen, welchen Tests das Personal unterzogen werden muss“, verlangte der Gewerkschaftsverband FIT Cisl. Die Arbeitnehmerorganisation forderte, dass dem Bahnpersonal Vorrang bei den Impfungen gegeben werde, da es mit Reisenden in Kontakt sei.