Coronakrise

Italien will Anti-Covid-Auflagen verschärfen

Angesichts der zunehmenden Infektionszahl will die italienische Regierung die Anti-Covid-Auflagen verschärfen. Spätestens bis Freitag will der Ministerrat die neuen Maßnahmen ergreifen, zu denen die Wissenschafter raten. Geprüft werden neue Regeln für den Erlass Roter Zonen. In diesen Zonen gelten die schärfsten Regeln, weil die Infektionszahlen besonders hoch sind.

red/Agenturen

Das wissenschaftliche Komitee CTS, das die Regierung in Sachen Pandemie berät, rief die Regierung zu mehr Strenge am Wochenende auf, um Ansammlungen zu vermeiden. Die süditalienische Region Kampanien mit Neapel ordnete ab heute die Schließung von Parks und Plätzen in den Innenstädten an. Die Regierung um Ministerpräsident Mario Draghi hatte erst vergangene Woche die Corona-Sperren - etwa zu Reisen innerhalb des Landes - verlängert.

Inzwischen bemüht sich Italien um eine Beschleunigung der Impfkampagne. Bis Ende des Sommers rechne das Land mit 80 Millionen Impfdosen, berichtete der italienische Gesundheitsminister Roberto Speranza. Bei der Impfkampagne sollen künftig nicht nur Hausärzte, sondern auch die 63.300 italienischen Zahnärzte mithelfen, geht aus einem Abkommen zwischen dem Gesundheitsministerium und dem Ärzteverband hervor. Pensionierte Mediziner und freiberufliche Ärzte sollen ebenfalls bei der Impfkampagne eingesetzt werden.

Impfungen sollen künftig auch am Arbeitsplatz erfolgen. Der Unternehmerverband Confindustria startet mit der Suche nach Betrieben, die als Impfzentren dienen könnten. Somit soll auch die Impfung von Arbeitnehmern und ihren Familien beginnen. Derzeit werden Italiener über 75 Jahre immunisiert. Am Mittwoch wurden 332 Todesopfer gemeldet, zudem gab es 22.409 Neuinfektionen nach 19.749 am Dienstag.