Impfung

Blümel: Bei Impfstoffbeschaffung gibt es kein Budgetlimit

Bei der Beschaffung von Corona-Schutzimpfungen gibt es laut Finanzminister Gernot Blümel (ÖVP) kein Budgetlimit. „Heuer sind 120 Mio. Euro im Budget des Gesundheitsministeriums budgetiert, davon ist ein Bruchteil abgerufen", sagte Blümel am Dienstag bei einer Pressekonferenz auf Journalistennachfrage. Es sei „immer klar“ gewesen, dass es bei Bedarf mehr Geld für den Kauf von Impfstoff geben werde.

red/Agenturen

Die Impfstoffbeschaffung der türkis-grünen Regierung steht aktuell unter Kritik. Der zuständige Spitzenbeamte Clemens Martin Auer hat sich gestern als Impfkoordinator zurückgezogen, weil er zu einem bestimmten Zeitpunkt Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) über die Bestellmöglichkeit von zusätzlichen BioNTech/Pfizer-Impfstoff nicht informiert hatte.

Im vergangenen Jahr sind laut dem Finanzminister rund 30 Mio. Euro für den Kauf von Coronavirus-Schutzimpfungen aufgewendet worden, im laufenden Jahr war es in etwa derselbe Betrag. „Es gab im letzten Jahr Ministerratsvorträge, wo ein Volumen von 200 Mio. Euro für Impfdosen angedacht worden ist. Das war eine Schätzung im Ministerratsvortrag direkt", sagte Blümel.

Ob sich der damalige Impfkoordinator Auer an ein Budget halten musste, ließ Blümel offen. „Das müssen sie den Gesundheitsminister fragen.“ Das Geld für Impfdosen sei „das bestinvestierteste Geld im Kampf gegen diese Krise", so der Finanzminister. „Wir geben sehr, sehr viel Geld aus in der Covidkrise, wirklich viel Geld. Es wäre absurd, wenn wir gerade bei den Impfdosen sparen würden."