Corona-Impfstoff

Von der Leyen empfiehlt Korrektur von Ungleichheiten

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat eine Korrektur von bestehenden Abweichungen vom Bevölkerungsschlüssel bei den Corona-Impfstofflieferungen empfohlen. Die für das zweite Quartal vorgezogenen zehn Millionen Dosen des Herstellers Biontech/Pfizer könnten genau die Summe sein, die Ungleichgewichte in Quartal 1 und Quartal 2 auszugleichen, sagte von der Leyen am Mittwoch in Brüssel. Dies sei jedoch Entscheidung der Mitgliedstaaten, „aber das ist meine Empfehlung“.

red/Agenturen

Die EU-Kommission habe „von Anfang an“ die Verteilung der Impfdosen nach einem Bevölkerungsschlüssel empfohlen, betonte die EU-Kommissionspräsidentin. Allerdings hätten sich die EU-Staaten für einen anderen Weg entschieden. Zu Österreich erklärte von der Leyen: Die Zusammenarbeit „ist ausgezeichnet“, sie sei eine „sehr enge, gute und vertrauensvolle“.

Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) hatte erst am Vormittag nach einer Videokonferenz zwischen EU-Ratspräsident Charles Michel und mehreren Regierungschefs zum Korrekturmodus verkündet, dass die EU einer Lösung, die bestehenden Abweichungen vom Bevölkerungsschlüssel bei den Corona-Impfstofflieferungen zu korrigieren, nahe stehe.

Dem Vernehmen nach würde Österreich im Rahmen der Korrektur rund 400.000 Dosen von Biontech/Pfizer erhalten. Besonders betroffene Länder wie Bulgarien und Lettland sollen zum Ausgleich bestehender Ungleichheiten deutlich mehr als bisher erhalten. Zu den Zahlen gab von der Leyen keinen Kommentar ab.

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