Coronakrise

Italien schlägt Gesundheitspersonal für Nobelpreis vor

Italien will in der Corona-Pandemie engagiertes Gesundheitspersonal für den Friedensnobelpreis 2021 vorschlagen, berichtete der ehemalige EU-Kommissionspräsident Antonio Tajani, Nummer zwei der Regierungspartei Forza Italia, per Twitter. „Unsere Ärzte und Krankenpfleger waren in Europa die ersten, die in dramatischen Zuständen mit Opferbereitschaft und großer Professionalität zur Rettung von Menschenleben gekämpft haben. Sie sind Helden“, schrieb Tajani per Twitter.

red/Agenturen

Italien gedenkt am Donnerstag der Covid-19-Todesopfer. Die Flaggen im ganzen Land wurden auf halbmast gesetzt. Der 18. März wurde zum nationalen Gedenktag gewählt, weil an diesem Tag in den Medien Bilder von Militär-Lastwagen zu sehen waren, die von dem Friedhof der lombardischen Stadt Bergamo Dutzende Särge in die Krematorien anderer Regionen brachten. Tagelang war die Lagerkapazität der lokalen Leichenhalle ausgeschöpft. Die Bilder hatten die Welt erschüttert und waren zum Symbol der Corona-Tragödie in Norditalien geworden.

Der italienische Premier Mario Draghi gedenkt am Donnerstag der Covid-19-Todesopfer in der Stadt Bergamo, die besonders stark von der Pandemie gezeichnet wurde. Der Ministerpräsident wird auf dem städtischen Friedhof der lombardischen Stadt Bergamo einen Blumenkranz niederlegen. Bergamo plant in Erinnerung an die Covid-19-Opfer einen Wald mit 750 Bäumen zu pflanzen. Er soll auf einem Gelände unweit des Krankenhauses Papa Giovanni XXIII entstehen. Dort wurden am Höhepunkt der Epidemie Hunderte Patienten täglich eingeliefert. Der erste Baum soll am Donnerstag von Premier Draghi gepflanzt werden.