Coronavirus

Drei Stationen in Innsbruck nur für Corona-Patienten

An der Innsbrucker Klinik sind drei Stationen zu reinen Covid-19-Intensivstationen erklärt worden. Bei Bedarf werden weitere Bereiche dazugenommen, hieß es von den tirol kliniken. Besonders schwer erkrankte Corona-Patienten werden auf der Internistischen Intensivstation behandelt - deren Bettenkapazitäten sind allerdings knapp.

red/Agenturen

Nur für 16 Patienten sei auf dieser hoch spezialisierten Station Platz. Inzwischen sei nur noch an manchen Tagen ein Bett frei. „So gut wie jeder Patient ist beatmet. Manche brauchen Dialyse, manche Unterstützung durch eine Herz-Lungen-Maschine“, sagte Michael Joannidis, Ärztlicher Leiter der Intensivstation.

Unterdessen wies der Direktor der Innsbrucker Universitätsklinik für Innere Medizin III, Axel Bauer, darauf hin, dass für Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen das Coronavirus besonders gefährlich sei. „Je schwerer die Grunderkrankung, desto gefährdeter“, sagte er. Diese Patienten hätten „eingeschränkte Reserven und können die zusätzliche Belastung einer Infektionserkrankung schlechter kompensieren“, erklärte er. Die Immunabwehr könnte zudem geschwächt sein.

„Des Weiteren kann das Virus neben der Lunge auch das Herz im Sinne einer akuten Herzmuskelbeschädigung direkt angreifen“, so Bauer. Auffällig erscheine ihm außerdem die Häufung von Bluthochdruck und schweren Verläufen. Um den Zusammenhang von Blutdrucksenkern mit der Infektionskrankheit zu untersuchen, plane die Medizinische Universität Innsbruck gemeinsam mit der Ludwig-Maximilians-Universität München eine klinische Studie. Derzeit werde „kontrovers diskutiert“, ob Blutdrucksenker das Risiko für einen ungünstigen Verlauf erhöhen.

 

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