Coronavirus

Steiermark baut mobiles Ärzteservice aus

Das Land Steiermark baut sein mobiles Ärzteservice für Corona-Patienten in Zusammenarbeit mit dem Roten Kreuz und der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK) aus: Ab dem 20. April werden auch Menschen der Region Leibnitz und im Ennstal aufgesucht - Buchungen sind ab sofort möglich. In der vergangenen Woche wurden 125 Hausbesuche durchgeführt, hieß es am Mittwoch in einer Aussendung.

red/Agenturen

„Mit dem mobilen Ärzteservice lassen wir niemanden, der sich in Quarantäne befindet, alleine und schon gar nicht unbetreut“, sagte Gesundheitslandesrätin Juliane Bogner-Strauß (ÖVP). Bereits seit 20. März werden Patienten in Heimisolation von Montag bis Freitag zwischen 10.00 und 18.00 Uhr vom mobilen Service besucht - auch Verdachtsfälle werden vom „Corona-Visitendienst“ betreut.

Außerhalb der Dienstzeiten werden die Betroffenen in dringenden Fällen durch Notarzt oder durch den regulären ärztlichen Bereitschaftsdienst, der auch an den Wochenenden im Dienst ist, versorgt. „Dieser überlegte und gut abgestimmte Einsatz unserer Partner im Gesundheitswesen hat wesentlich mitgeholfen, die Corona-Ausbreitung in der Steiermark zu begrenzen und zahlreiche Krankheitsfälle frühzeitig zu behandeln“, ist Bogner-Strauß überzeugt.

Der „Corona-Visitendienst“ ist ein mit spezieller Schutzkleidung ausgestatteter aufsuchender Visitendienst durch freiwillige „Corona-Ärzte“ in Begleitung von Sanitätern und einem Fahrzeug, das vom Roten Kreuz organisiert wird. In Ergänzung dazu sind auch die Hausärzte in diese Betreuung eingebunden. Die Testung durch Sanitäter und die Handlungen der Amtsärzte sind davon getrennt. Zielgruppe seien jene Corona-Patienten, die aufgrund des Epidemiegesetzes auf behördliche Anordnung hin oder aufgrund eines offensichtlichen Verdachtsfalles eine befristete Zeit zu Hause in Isolation zu verbringen haben.

Die Erfahrung der ersten beiden Wochen zeige eine hohe Akzeptanz bei Ärzten und Patienten: Alle „Corona-Visitendienste“ seien bis Mitte Mai ausgebucht, informierte die Kommunikation Land Steiermark. Rund 120 Patienten pro Woche erhalten einen Hausbesuch. In der Vorwoche wurden Erkrankte in Graz, in der Region Hartberg-Joglland, im Raum Leoben und Bruck an der Mur und im Raum Wildon besucht.