3.000 Italiener meldeten sich zum Test für Impfstoff

3.000 Kandidaten haben sich in den vergangenen drei Tagen beim römischen Krankenhaus „Lazzaro Spallanzani“ gemeldet, das ab dem 24. August einen Impfstoff gegen Covid-19 an Menschen testet. Dies berichtete der Direktor des Krankenhauses, Francesco Vaia, am Montag. Begonnen wird mit 90 Freiwilligen, die einen Betrag von 700 Euro erhalten werden.

red/Agenturen

Der Impfstoff wurde in Italien entwickelt und ist dank einer Vereinbarung entstanden, die die Regierung mit dem Spallanzani-Institut unterzeichnet hat. Die Freiwilligen, die sich der Impfung unterziehen, werden den Altersgruppen zwischen 18 und 55 Jahren und von 65 bis 85 Jahren angehören. Sie dürfen sich nicht am Coronavirus infiziert und in den vergangenen Monaten klinischen Tests unterzogen haben. Auch mehrere Ärzte meldeten sich, um sich den Tests zu unterziehen.

Für die Entwicklung des Impfstoffes wurden acht Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Er wurde von der Biotechnologie-Gesellschaft ReiThera mit Sitz in Castelromano bei Rom zusammen mit der Münchner Gesellschaft Leukocare und mit Univercells (Brüssel) entwickelt und patentiert. Die Produktion wird erst nach den Tests beginnen.

Der vorbeugende Impfstoff soll die Produktion von Antikörpern und die Aktivität der Immunzellen fördern, hieß es. Die drei Pharmakonzerne beschlossen, ihre Kräfte zu bündeln, um die Entwicklung eines Impfstoffes zu beschleunigen. Die Herausforderung sei, Millionen von Dosen im Eiltempo zu produzieren. Italien ist mit über 35.000 Todesopfern eines von der Coronavirus-Pandemie weltweit am stärksten betroffenen Länder.

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