Coronavirus

Anschober: Europa-Trend teilweise Besorgnis erregend

Weltweit sei in den vergangenen 24 Stunden ein Zuwachs von rund 276.000 bestätigten SARS-CoV-2-Fällen gemeldet worden. Die Corona-Pandemie bewege sich daher „mit großen Schritten auf 25 Millionen bestätigte Fälle (abzüglich Genesene) zu (24,649.431). Die Zahl der Todesfälle hätte rund 835.000 erreicht, hieß es am Samstag in eine Aussendung von Gesundheitsminister Rudolf Anschober.

red/Agenturen

„Auch in Europa werden aus einigen Ländern besorgniserregende Steigerungen gemeldet: allen voran aus Spanien (plus 9.779; plus 2,3 Prozent) und Frankreich (plus 7.462;: plus 2,5 Prozent). Luxemburg meldet ebenfalls starke Steigerungen, auch Kroatien (plus 3,9 Prozent), Griechenland, Slowakei, Tschechien, Montenegro und Ungarn haben - teilweise allerdings von relativ geringem Ausgangsniveau - überdurchschnittliche Steigerungen“, wurde in der Aussendung festgestellt.

„Stärkeres Plus“ in Österreich, erhöhte Anzahl an Tests

In Österreich sei mit 395 Neuinfektionen (bei 272 Neugenesenen) ebenfalls wieder ein „stärkeres Plus“ (Zunahme um 1,5 Prozent) zu verzeichnen. Die Zahl der aktiv Infizierten erhöhe sich in Österreich damit auf 3.386.

Die Zahl der Reiserückkehrer mit einer SARS-CoV-2-Infektion beginne leicht zu sinken. Die erhöhte Anzahl an Tests - alleine 14.000 freiwillige Untersuchungen bei Kroatien-Rückkehrern -, verschärfte Einreisebestimmungen und eine „große Zahl an gesundheitsbehördlichen Grenzkontrollen“ würden Wirkung zeigen, so Anschober. Seit Ende Juli habe es rund eineinhalb Millionen solcher Kontrollen gegeben.

„Stabil mit leicht steigender Tendenz“ sei die Zahl von Corona-Erkrankten in den Spitälern mit 146, davon 27 in intensivmedizinischer Betreuung. Lediglich ein Bruchteil der Kapazitäten sei damit ausgelastet. „Das und die nach wie vor vergleichsweise sehr geringe Zahl an Todesfällen sind die allerwichtigsten Zahlen der Entwicklung der Pandemie in Österreich“, so der Minister.

Rudolf Anschober Gesundheitsminister
Über die Zuwächse in Spanien, Frankreich und einigen Ländern des Westbalkans ist Minister Rudolf Anschober allerdings besorgt.
BKA / Christopher Dunker