Statistik

Reproduktionszahl in Österreich auf 1,14 gesunken

Die effektive Reproduktionszahl des Coronavirus - wieviele Menschen steckt im Durchschnitt ein Betroffener an - ist in Österreich für den Zeitraum von 14. bis 26. August auf 1,14 gesunken. Im vorangegangenen Vergleichszeitraum hatte sie noch 1,31 betragen. Dies teilte die Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) Freitagabend mit. Offenbar nehmen die Reise-assoziierten Infektionen ab.

red/Agenturen

Auch die tägliche Steigerungsrate bei den Neuinfektionen reduzierte sich wieder auf geschätzte 1,4 Prozent. Zwischen dem 7. und dem 19. August war sie bei 9,9 Prozent gelegen. Für das Burgenland weist die Statistik in etwa eine Reproduktionszahl von zuletzt etwa 1,3 (ähnlich die Steiermark) aus, in Kärnten sind es etwa 0,8. Niederösterreich dürfte bei 1,2 liegen, ganz ähnlich wie Oberösterreich, Salzburg hingegen bei einem Pegel von um 1,0. Für Tirol ließ sich der Wert aufgrund technischer Probleme nicht errechnen. Vorarlberg hatte zuletzt eine Reproduktionszahl von etwa 1,0. Auch in Wien ging die Reproduktionszahl für SARS-CoV-2 auf etwa 1,2 zurück.

Die Reproduktionszahl gibt einen Hinweis über die Entwicklung der Verbreitung eines Krankheitserregers. Ein Wert von 1,0 würde einem Gleichbleiben der Situation - egal auf welchem Niveau - entsprechen. Werte unter 1,0 weisen auf eine rückläufige Tendenz hin.

Die Experten um AGES-Epidemiologin Daniela Schmid und Fachleuten der TU Graz: „Die rückläufige beziehungsweise stabile Entwicklung der effektiven Reproduktionszahl von Kärnten, Niederösterreich, Oberösterreich, Salzburg, Steiermark, Vorarlberg und Wien ist auf eine Entspannung des Auftretens von Reise-assoziierten Infektionen zurückzuführen. Die Anzahl der täglich neudiagnostizierten Fälle befindet sich aber weiterhin auf einem erhöhten Niveau.“