Coronavirus stoppt Papst-Reisen: Auslandsbesuche erst 2022

Aufgrund der Coronavirus-Pandemie muss der Papst seine Reisetätigkeit stoppen. Alle Auslandsbesuche sind bis 2022 abgesagt, berichtete die römische Tageszeitung „La Repubblica“ (Dienstagsausgabe). Das Büro, das die Flüge des Papstes organisiert, wurde geschlossen.

red/Agenturen

Bis Ende 2021 sei keine internationale Reise mehr geplant. Sollte Franziskus erst 2022 wieder seine Reisen aufnehmen, wäre dies die längste Pause bei Auslandsbesuchen seit den 1970er-Jahren. Zwischen dem Pontifikat von Paul VI. und jenem von Johannes Paul II. gab es zwischen 1970 und 1979 neun Jahre lang keine päpstlichen Reisen.

Der letzte Auslandsbesuch des Papstes war die Reise nach Thailand und Japan vom 19. bis zum 26. November 2019. Am 23. Februar hatte der Papst die süditalienische Stadt Bari besucht. Eine für Ende Mai geplante Malta-Reise wurde abgesagt.

Generalaudienzen wieder öffentlich

Laut „La Repubblica“ arbeitet der Papst indes an einer neuen Enzyklika zum Thema Brüderlichkeit. Dabei könnte der Papst Themen aufgreifen, die er während der letzten Generalaudienzen aufgegriffen hat. Dabei geht es vor allem um Gerechtigkeit in der Wirtschaft und in der Gesellschaft. Die neue Enzyklika könnte am 4. Oktober, Tag des Heiligen Franz von Assisi, veröffentlicht werden. Der Text soll mehrsprachig erscheinen.

Ab (dem morgigen) Mittwoch wird die Generalaudienz des Papstes wieder im Beisein von Gläubigen stattfinden. Nach Beratungen mit den Gesundheitsbehörden wurde beschlossen, dass die Generalaudienz im San Damaso-Hof im Apostolischen Palast stattfinden wird, teilte der Vatikan in einer Presseaussendung am Mittwoch mit. Die Generalaudienz beginnt um 9.30 Uhr. Die Beteiligung der Gläubigen ist ohne Anmeldung möglich. Nach Ausbruch der Coronavirus-Epidemie wurde die Generalaudienz am Mittwoch vom Apostolischen Palast gestreamt. Die Audienzen waren nicht öffentlich zugänglich.

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