Coronavirus

Peter Liese, EU-Abgeordneter und Arzt, beklagt Corona-Regel-Chaos in Europa

Der deutsche CDU-Europaabgeordnete Peter Liese hat eine einheitliche Linie für Corona-Reisewarnungen in Europa angemahnt. Das Chaos regionaler und nationaler Vorgaben verringere die Akzeptanz von Auflagen gegen die Pandemie, sagte Liese am Mittwoch. „Deswegen müssen wir dies dringend ändern.“ Er begrüßte, dass die EU-Kommission und die EU-Staaten dies nun angehen wollen.

red/Agenturen

Liese erwartet, dass mit der Zulassung von Impfstoffen in den nächsten Monaten spätestens im Frühjahr das Schlimmste überstanden ist und die Gefahr durch das Virus deutlich abnimmt. „Bis dahin müssen wir aber noch diszipliniert und geduldig sein, insbesondere im Herbst und Winter“, betonte der Abgeordnete, der auch Arzt ist.

Er verwies auf sechs mögliche Impfstoffe, die bereits in der dritten und letzten Phase getestet würden. Am aussichtsreichsten sei das Mittel der Mainzer Firma Biontech und deren Partner Pfizer, die die klinischen Tests im Oktober abschließen und im November die Zulassung beantragen wollten.

Sobald ein Impfstoff zur Verfügung stehe, müssten in einer ersten Phase zunächst 20 bis 30 Prozent der Bevölkerung geimpft werden, darunter Beschäftigte im Gesundheitswesen und Risikogruppen, sagte Liese. In Europa wären dafür etwa 200 Millionen Dosen Impfstoffen nötig. „Ich glaube, (eine Impfquote von) 20 bis 30 Prozent würde helfen, den Horror zu nehmen“, sagte Liese.