Linzer Kepler Uniklinikum mit erstem neurochirurgischen Hybrid-OP

Am Neuromed Campus des Linzer Kepler Uniklinikums (KUK) ist der nach Spitalsangaben erste neurochirurgische Hybrid-OP in Österreich in Betrieb gegangen. Eingriffe an Blutgefäßen im Gehirn sollen damit schonender und schneller und die Behandlungsqualität verbessert werden, informierte das KUK am Freitag.

red/Agenturen

Operationen an Blutgefäßen im Gehirn - etwa die Klippung von Aneurysmen, das Entfernen von Blutschwämmen oder die cerebrale Bypasschirurgie - zählen zu den heikelsten Eingriffen in der Medizin. Hier ist es wichtig, dass dem Arzt während der Operation eine hochauflösende Bildgebung zur Erfolgskontrolle zur Verfügung steht. Denn die tolerable cerebrale Ischämiezeit - also jene Zeitspanne, in der das Organ ohne Blutversorgung bleibt - beträgt nur wenige Minuten.

Der neurochirurgische OP am KUK ist u.a mit einem Roboterarm und einer intraoperativen Angiografieanlage, deren Strahlungsquelle und Detektor direkt in das Operationsgebiet eingeschwenkt werden können, ausgestattet. Diese technischen Möglichkeiten gestatten es den Medizinern, rasch ein intraoperatives CT oder eine intraoperative Hirndurchblutungsmessung zu machen. Das bedeutet eine wesentliche Verkürzung der Eingriffszeit und damit eine Verbesserung der Behandlungsqualität sowie die Reduktion von Komplikationen.