Coronavirus

Eltern wollen "soweit wie möglich Normalunterricht"

In der Diskussion darüber, wie Schule in Zeiten der Corona-Pandemie organisiert werden soll, haben die Elternvereine am Mittwoch erneut gefordert, dass es „soweit wie möglich Normalunterricht – d.h. Präsenzunterricht – für unsere Kinder“ geben soll. Müssten wegen aktueller Covid-19-Infektionen ganze Klassen oder Schulen von der Gesundheitsbehörde in Quarantäne geschickt werden, müsse ein gut vorbereitetes Distance-Learning-Konzept sichergestellt sein, so die Elternvertreter.

red/Agenturen

Um Unsicherheit und Einschränkungen im Unterricht so weit wie möglich zu verhindern bzw. zu verkürzen, soll außerdem die Wartezeit bei Schülertestungen verkürzt werden, hieß es in der gemeinsamen Aussendung des Bundesverbandes der Elternvereine an mittleren und höheren Schulen Österreichs (BEV), des Dachverbands der Elternvereine an Pflichtschulen und des Hauptverbands Katholischer Elternvereine Österreichs.

Bundesschulsprecherin Alexandra Bosek hat unterdessen präzisiert, dass die Schülervertretung einem Schichtbetrieb der Sekundarstufe 1 und 2 – also für Schüler zwischen 10 und 19 Jahren – zwar grundsätzlich nicht negativ gegenüber steht. Es sei allerdings wichtig, dass kein genereller Schichtbetrieb eingeführt, sondern je nach Standort entschieden wird. „Ich finde es sinnvoll, eine Klasse oder Schulstufe in Schichtbetrieb zu schicken, sollten hier vermehrt Fälle auftreten und durch das zu häufige Lüften der Lehrkräfte noch mehr verkühlte und kranke Kinder entstehen.“ In den Alltag der Volksschulen solle unterdessen nicht eingegriffen werden, um die Eltern zu entlasten. Auch bei den Maturaklassen bräuchte es laut Bosek andere Regelungen, um den Schulabschluss nicht zu erschweren.