Coronakrise

Österreicher laut Umfrage klar gegen einen zweiten Lockdown

86 Prozent wünschen sich, dass die Wirtschaft diesmal nicht heruntergefahren wird - wobei 43 Prozent den Status quo für richtig halten und ebenso viele die Ökonomie sogar stärker hochfahren würden. Das ergab eine am Donnerstag veröffentlichte market-Umfrage. Demnach nehmen die Menschen die zweite Welle anders auf als die erste im Frühling. Wirtschaftliche Sorgen rücken offenbar stärker in den Vordergrund.

red/Agenturen

26 Prozent fühlen sich derzeit gesundheitlich bedroht, 32 Prozent sehen ihre wirtschaftliche Existenz durch Corona gefährdet. Am ausgeprägtesten sind die ökonomischen Sorgen bei den Unter-40-Jährigen, in der Steiermark und in Kärnten sowie unter FPÖ-Wählern.

Die Akzeptanz der Corona-Maßnahmen hat mittlerweile etwas gelitten: Zwar steht immer noch eine Mehrheit von 53 Prozent hinter der Corona-Politik der Bundes- und Landesregierungen, im Sommer lag der Wert der Zustimmung allerdings noch bei 70 Prozent. Die geringste Akzeptanz genießen die Maßnahmen bei den Unter-30-Jährigen.

Rückwirkend fällt der Blick aber für die Politik eher wohlwollend aus: 62 Prozent glauben, dass die Maßnahmen im Frühling gerechtfertigt waren, 30 Prozent meinen, sie seien übertrieben gewesen. Acht Prozent erachten sie im Nachhinein als unzureichend. market befragt seit Beginn der Pandemie wöchentlich 1.000 Über-16-Jährige online zu dem Thema.

 

 

Schlüsselbund
Noch einmal ein so genannter Lockdown? 86 Prozent wünschen sich, dass die Wirtschaft diesmal nicht heruntergefahren wird.
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