Coronakrise

Zahlen in Israel sinken nach ersten Lockerungen weiter

Knapp eine Woche nach den ersten Lockerungen des zweiten Corona-Lockdowns in Israel sinken die Infektionszahlen weiter. Am Freitag teilte das Gesundheitsministerium mit, am Vortag seien 895 neue Fälle verzeichnet worden. Am 30. September waren es noch mehr als 9.000 gewesen. Die Zahl der Schwerkranken sank auf 570. Der Anteil der positiven Tests war mit 2,8 Prozent deutlich geringer als vor und während des Lockdowns. Im September war er etwa fünfmal so hoch gewesen.

red/Agenturen

Nach einem Monat des Corona-Lockdowns waren in Israel am Sonntag erste Lockerungen in Kraft getreten. Kindergärten und Vorschulen öffneten für Hunderttausende Kinder im Alter bis zu sechs Jahren. Auch Einrichtungen ohne Publikumsverkehr durften ihre Arbeit wieder aufnehmen. Die Auflage, dass Bürger sich nicht weiter als einen Kilometer von ihrem Zuhause entfernen dürfen, wurde aufgehoben.

Naturparks und Strände können wieder besucht werden, Restaurants dürfen Mahlzeiten zur Abholung verkaufen. Die Klagemauer, die Grabeskirche sowie der Tempelberg in Jerusalem sind unter Auflagen für Besucher zugänglich. Es gelten jedoch weiterhin Versammlungsbeschränkungen.

Die Infektionszahlen sinken, obwohl vor allem im ultraorthodoxen Sektor zahlreiche Verstöße gemeldet wurden. Experten warnen aber vor einem baldigen Neuanstieg.

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich in Israel mit seinen rund neun Millionen Einwohnern nach offiziellen Angaben mindestens 308 572 Menschen nachweislich mit dem Virus SARS-CoV-2 infiziert. 2.390 Menschen starben bisher in Verbindung mit einer Corona-Infektion.