Coronavirus

EU-Gesundheitsminister beraten über Rolle der EU bei WHO-Reform

Die EU-Gesundheitsminister beraten am morgigen Freitag bei einer Videokonferenz über die Rolle der EU bei der Stärkung der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Aufgrund der aktuellen Corona-Situation werde Bundesminister Rudolf Anschober (Grüne) sich diesmal vertreten lassen, verlautete aus dem zuständigen Ministerium im Vorfeld.

red/Agenturen

Die Reform der WHO mit Fokus auf den Bereich der Notfallplanung ist demnach angesichts der allgemeinen Kritik an der Reaktion der WHO auf die Corona-Pandemie in den Mittelpunkt gerückt. Auch der angekündigte Austritt der USA als einem der größten Geldgeber der Gesundheitsorganisation habe dazu beigetragen.

Das vom deutschen Ratsvorsitz vorgelegte EU-Verhandlungsmandat enthält laut dem Gesundheitsministerium richtungsweisende Anregungen und Vorschläge zum Reformprozess - allen voran wurden das Funktionieren der Internationalen Gesundheitsvorschriften (IHR) und die Zusammenarbeit der EU mit der WHO in Fragen der Bereitschafts- und Reaktionsplanung genannt. Österreich begrüße das vorliegende Dokument des deutschen Vorsitzes, hieß es am Mittwoch.

Im Anschluss an die Aussprache will die Ratspräsidentschaft laut offiziellen Informationen die EU-Gesundheitsminister über die Empfehlung des Rates für eine koordinierte Vorgehensweise bei der Beschränkung der Freizügigkeit informieren. Die Europäischen Staats- und Regierungschefs beschäftigen sich am heutigen Donnerstag ebenfalls virtuell mit dem Thema. Österreich wird dabei von Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) vertreten.

 

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