Coronavirus

Putin trotz neuer Höchststände gegen Lockdown

Trotz neuer Höchststände bei den Corona-Infektionen und -Todesfällen hat Russlands Präsident Wladimir Putin einen landesweiten Lockdown ausgeschlossen. Die Regierung wisse, wie sie handeln müsse, und plane deshalb auch keine Maßnahmen, die den Geschäftsbetrieb und die Wirtschaft zum Erliegen bringen würden, sagte Putin am Donnerstag bei einem Investmentforum.

red/Agenturen

Kurz zuvor hatte die Regierung ein Hilfspaket in Höhe von umgerechnet 118 Millionen Euro für die Regionen angekündigt, die von der raschen Zunahme der Fälle völlig überwältigt sind. Nach Angaben der stellvertretenden Ministerpräsidentin Tatjana Golikowa vom Vortag ist die Lage in 16 Regionen des Landes "kritisch". Dort seien bereits 90 Prozent der Corona-Intensivbetten belegt.

In Berichten war von akuten Engpässen auf allen Gebieten die Rede; in einigen Fällen mussten Patienten demnach sogar ihre eigenen Betten ins Krankenhaus mitbringen. Die Gesundheitsbehörden meldeten am Donnerstag einen Negativ-Rekord von 17.717 neuen Infektions- und 366 Todesfällen binnen 24 Stunden. Insgesamt haben sich in Russland nach offiziellen Angaben mehr als 1,58 Millionen Menschen mit dem Virus angesteckt; mehr als 27.300 Infizierte starben demnach.