Coronavirus

Wieder Besuchsverbote in oö. Altersheimen und Spitälern

In den oberösterreichischen Alten- und Pflegeheimen sowie Krankenhäusern gilt ab kommendem Dienstag, 10. November, wieder ein Besuchsverbot für vorerst 14 Tagen. Ausnahmen davon gibt es für die Begleitung von Menschen, die im Sterben liegen, bei Geburten sowie für den Besuch von Kindern. Das teilten Gesundheitsreferentin LH-Stv. Christine Haberlander (ÖVP) und Soziallandesrätin Birgit Gerstorfer (SPÖ) Sonntagnachmittag in einer Aussendung mit.

red/Agenturen

„Die Lage ist ernst, sogar sehr ernst. Wir müssen alles tun, was möglich ist, um die Ausbreitung des Coronavirus wieder zu verlangsamen", begründeten die beiden Politikerinnen die Einschränkung der Besuche in Alten- und Pflegeheimen sowie Spitälern. In den oö. Krankenhäusern wird mit dem Besuchsverbot die geltende 4x1-Regelung für Besuche ausgesetzt. Die sogenannte 4x1-Regel erlaubte es, dass ein Patient täglich für eine Stunde Besuch empfangen durfte. Ein Patient, ein Mal täglich, eine Stunde, eine Besuchsperson, lautete die Devise.

In den Alten- und Pflegeheime sind ab Dienstag nur mehr Besuche im Rahmen der Palliativ- und Hospizbewegung, Seelsorge sowie zur Begleitung von kritischen Lebensereignissen gestattet. Die Bewohner können die Einrichtung weiterhin jederzeit verlassen - außerhalb gelten die bundeseinheitlichen Bestimmungen für Covid-19. Nach Rückkehr von Bewohnern werde eine Gesundheitskontrolle vorgenommen und je nach Einschätzung der Situation könne in weiterer Folge ein Antigen-Test erforderlich sein.

Mitarbeiter in Alten- und Pflegeheimen müssen während des Dienstes durchgehend eine CPA- bzw. FFP2-Maske tragen. Alle externen Dienstleiter sind während der Dauer des Besuchsverbotes vom Betreten der Einrichtungen ausgeschlossen, ausgenommen sind Arbeiten (etwa Reparaturarbeiten), die unverzüglich ausgeführt werden müssen.

Haberlander und Gerstorfer „wissen, dass die Maßnahme hart ist", wie sie betonten: „Wir bitten dennoch um Verständnis, die Vorgaben einzuhalten, uns muss bewusst sein, dass wir ansonsten noch einen viel höheren, einen viel schmerzlicheren Preis zahlen müssen, wenn es uns nicht gelingt, die Infektionszahlen einzudämmen."