Coronavirus

Tirols Intensivkapazitäten nicht an Überlastungsgrenze

In Tirol sind die Intensivkapazitäten vorerst noch nicht an der Überlastungsgrenze angelangt. Im ganzen Land würden insgesamt rund 200 Intensivbetten für alle Patienten zur Verfügung stehen. 136 waren belegt, davon wiederum 56 mit Covid-Patienten, teilte das Land am Montag auf APA-Anfrage mit. Auch an der Innsbrucker Klinik, der größten Krankenanstalt in Tirol, sah man keine Kapazitätsprobleme in Bezug auf Betten und Beatmungsgeräte.

red/Agenturen

Zusätzlich zu den aktuell mit Covid-Patienten belegten 325 Betten (Normal und Intensiv) werden derzeit 55 weitere Betten - davon 45 auf Normal- sowie zehn auf Intensivstationen - explizit für Covid-Patienten vorgehalten, hieß es seitens des Landes. Im Frühjahr seien in Tirol bis zu 65 Corona-Patienten auf Intensivstationen gewesen. Auch zu diesem Zeitpunkt seien die Tiroler Krankenanstalten noch nicht an der Überlastungsgrenze gewesen.

Eine bestimmte Grenze, wie viele Betten im Notfall für Corona-Patienten freigemacht werden können, könne man pauschal aber nicht beziffern. Die Bettenkapazitäten werden von den Krankenanstalten in Abstimmung untereinander dynamisch und situationsbedingt vorgehalten. Bei Bedarf können aber noch weitere Ressourcen speziell für Covid-Patienten bereitgestellt werden.

Beruhigende Töne kamen indes auch aus der Innsbrucker Klinik. Hinsichtlich Betten und Beatmungsgeräte stehe das System nicht vor dem Kollaps. „Die Kapazität an Betten und Beatmungsgeräten wird nie der limitierende Faktor sein“, sagte Klinik-Sprecher Johannes Schwamberger zur APA. Dahin gehend stünden ausreichend Kapazitäten zur Verfügung bzw. könnten geschaffen werden. Hingegen könne das Personal ein limitierender Faktor werden. Derzeit sei die Situation dahin gehend auch noch nicht kritisch, sie könne es aber werden, so Schwamberger. Denn während man im Frühjahr nur eine Handvoll Infizierte unter dem Personal verzeichnet habe, seien es nun „viel viel mehr“, erklärte der Sprecher.