Coronavirus

Steirische KAGes will pensioniertes Personal reaktivieren

Rund 240 pensionierte, ehemalige Mitarbeiter der Steiermärkischen Krankenanstaltengesellschaft KAGes bekommen dieser Tage Post von ihrem ehemaligen Arbeitgeber: Um die Mitarbeiter in den Spitälern zu entlasten, sollen ältere Kolleginnen und Kollegen während der anhaltenden Pandemie wieder Dienste übernehmen - "im für Sie passenden Ausmaß", hieß es am Donnerstag seitens der KAGes in einer Aussendung.

red/Agenturen

Die Lage in den steirischen Spitälern sei nach wie vor dramatisch angespannt. Die Intensivstationen seien ausgelastet und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die teilweise seit neun Monaten in voller Schutzausrüstung Dienst versehen, seien an der Belastungsgrenze angelangt. „Das Personal auf den Intensivstationen und in den Isolierbereichen erbringt jetzt außerordentliche Leistungen, für die der Dank der Steierinnen und Steirer gebührt“, sagten die KAGes-Vorstände Karlheinz Tscheliessnigg und Ernst Fartek.

Um diese Teams zu entlasten, lasse man bei der KAGes „nichts unversucht“ und deshalb werden nun frühere Mitarbeiter kontaktiert. Für die reaktivierten Pensionisten soll sich die Bereitschaft zu Diensten auszahlen, denn in der Regelpension dürfe man laut KAGes unbegrenzt dazuverdienen, ohne dass das den Pensionsbezug schmälert. Sowohl Werkverträge als auch andere Arbeitsverhältnisse seien denkbar.

Dem Aufruf der KAGes an die Teilzeitbeschäftigten, nach Möglichkeit für die Dauer der Pandemie das Dienstausmaß zu erhöhen, seien übrigens bisher schon 19 Ärztinnen und Ärzte und mehr als 263 Diplompflegekräfte gefolgt. Damit soll in den Landeskrankenhäusern ab 1. Dezember fachliche Arbeitskraft im patientennahen Bereich bis jedenfalls Ende Februar im Ausmaß von rund 50 Vollzeitkräften pro Monat zusätzlich zur Verfügung stehen.