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Coronavirus

Bisher 315 Fälle in OÖ nach Kroatien-Urlauben

Im Rahmen des weitgehend abgeschlossenen Screening-Programms für Kroatien-Heimkehrer sind in Oberösterreich 1.823 Personen getestet worden, 179 davon waren positiv. Insgesamt gibt es im Bundesland bisher 315 Infektionen mit Bezug zu Kroatien-Aufenthalten, 133 davon sind allein der Region Makarska zuzuschreiben, bilanzierte der Krisenstab am Mittwoch.

red/Agenturen

Aus dem Kroatien-Screening, das von 15. bis 25. August gelaufen ist, sind nur mehr vier Testergebnisse ausständig. Im Rahmen des Screening-Programms für Balearen-Heimkehrer, das noch bis einschließlich Freitag Freiwilligen offensteht, wurden bisher 34 Personen getestet, drei davon positiv. Insgesamt waren in Oberösterreich seit 24. Juni 529 Reiserückkehrer und 106 Kontaktpersonen von diesen - also in Summe 635 Leute - infiziert.

Am Mittwoch wurden im Bundesland 49 Neuinfektionen verzeichnet. Darunter sind 23 auf Reiserückkehrer zurückzuführen, 13 haben Kroatien-Bezug. Damit waren in Oberösterreich (Stand 11:00 Uhr) 416 Personen erkrankt. 23 wurden in Spitälern behandelt, vier davon auf Intensivstationen.

Rohrbacher Cluster auf 13 Personen angewachsen

Der am Wochenende bekannt gewordene Cluster rund um ein Fastfood-Lokal in Rohrbach, wo zwei Mitarbeiter infiziert sind, ist mittlerweile auf 13 Personen angewachsen. Das Kontaktpersonenmanagement läuft nach wie vor. Das Restaurant bleibt bis auf weiteres geschlossen.

Bessere Nachrichten hatte am Mittwoch der Leondinger Batteriehersteller Banner: Er hat nach dem Betriebsurlaub seine rund 500 Mitarbeiter auf eigene Kosten auf Covid-19 testen lassen - alle negativ, teilte das Unternehmen mit.

Kroatien meldet Rekord bei Corona-Neuinfektionen

Indes haben die Behörden in Kroatien einen Rekord bei den Neuansteckungen mit dem Coronavirus gemeldet. Am Mittwoch wurden 358 neue Infektionsfälle verzeichnet - so viele wie noch nie. Rund ein Drittel der neuen Fälle wurde an der südlichen Adriaküste Kroatiens festgestellt, die besonders viele Touristen anzieht.

Kroatien mit seinen rund 4,2 Millionen Einwohnern war zu Beginn vergleichsweise wenig von der Corona-Pandemie betroffen. Obwohl es keine strikten Beschränkungen gab, stieg die Zahl der täglichen Neuinfektionen monatelang nie über hundert. Mitte Mai wurden fast gar keine neuen Fälle mehr registriert.

Seit Kroatien seine Grenzen für Touristen geöffnet hat, sind die Infektionszahlen aber stark gestiegen. Zuletzt lag die Zahl der Neuinfektionen jeden Tag über 200.

Mehrere Küstenregionen Kroatiens gelten in Deutschland schon seit vergangener Woche als Corona-Risikogebiete. Das Robert-Koch-Institut (RKI) stufte die Regionen Sibenik-Knin und Split-Dalmatien sowie vorgelagerte Inseln wie Brac oder Hvar und damit einen großen Teil der Urlaubsgebiete an der zentralen Adriaküste wegen der hohen Infektionszahlen als Risikogebiete ein, weshalb das Auswärtige Amt nun vor touristischen Reisen in die Regionen warnt.