Coronavirus

Cluster in steirischem Pflegeheim

Der Corona-Cluster im Caritas-Altenpflegeheim Graz-St. Peter hat sich auf 45 Infizierte ausgeweitet. Der Cluster war gegen Ende der Vorwoche entdeckt worden. Trotz Einhaltung aller Schutzmaßnahmen habe die Testung aller Bewohner und Mitarbeiter bei etwa jedem Fünften das Ergebnis positiv gebracht, wurde von der Kathpress am Dienstag mitgeteilt.

red/Agenturen

Noch am Sonntag waren 37 Infizierte gemeldet worden. Unter den nun 45 Infektionsfällen sind 25 Bewohner und 20 Mitarbeiter, sagte die Bereichsleiterin für Betreuung und Pflege der Caritas Steiermark, Petra Prattes, am Dienstag. Beim Bekanntwerden des Clusters am Freitag war zunächst von zehn SARS-Cov-2-Fällen die Rede gewesen, woraufhin die Caritas auf eigene Kosten alle rund 100 Mitarbeiter und 116 Bewohner des Heimes testen ließ.

Nachdem vor einigen Tagen zwei Pflegerinnen positiv getestet wurden, wurden die Tests ausgeweitet. Im Heim versucht man nun, durch Isolierung der infizierten Personen weitere Ansteckungen zu vermeiden, eine Evakuierung war nicht möglich.

Nachlässigkeit aufseiten des Betreibers hat es den Angaben zufolge keine gegeben: Alle denkbaren Hygienemaßnahmen wie Abstand, Maske und Desinfektion seien angewendet und detaillierte Vorkehrungen „für jede Eventualität" ausgearbeitet worden, sagte Prattes. Seit dem Lockdown würden die Besucher erfasst, gesonderte Räume für sie eingerichtet und sich kreuzende Wege von ihnen und den Bewohnern vermieden.

Ganz ausschließen könne man Infektionen trotz aller Schutzmaßnahmen jedoch nie - „nicht zuletzt deshalb, da die Bewohner ja das Gebäude verlassen können und beispielsweise auch Einkaufen gehen", sagte Prattes. Ein Krisenstab wurde an Ort und Stelle eingerichtet und das Heim in verschiedene Stationen - mit und ohne Corona - unterteilt. Entsprechend geschieht derzeit die Pflegearbeit in getrennten Teams. Bei vielen Betroffenen sollen die Symptome schwach bis gar nicht ausgeprägt sein.