Coronavirus

Großveranstaltungen: Verbot in Deutschland, Lockerungen in Schweden

In Deutschland sollen nach Vorstellung der Regierung wegen der Corona-Pandemie bis auf weiteres nur noch maximal 25 Menschen an privaten Feiern teilnehmen können. Außerdem sollen Großveranstaltungen bis 31. Dezember verboten bleiben. Ganz anders in Schweden: Solange die Zuschauer einen Meter Abstand hielten, könne die Anzahl der Personen bei Veranstaltungen von 50 auf 500 erhöht werden, sagte Staatsepidemiologe Anders Tegnell am Donnerstag.

red/Agenturen

In Schweden hat die Gesundheitsbehörde dem Vorschlag der Regierung zugestimmt, bei öffentlichen Veranstaltungen wieder mehr Publikum zuzulassen. Vorausgesetzt, es gäbe nummerierte Sitzplätze, wie zum Beispiel in Fußballstadien. Die Regierung empfiehlt bisher einen Abstand von zwei Metern. In Schweden waren bis Donnerstag 5.820 Menschen an Covid-19 gestorben, rund 84.000 wurden positiv getestet.

In Deutschland schlägt man unterdessen einen anderen Weg ein: „Leider haben die letzten Wochen gezeigt, dass gerade Feierlichkeiten im Familien- oder Freundeskreis Infektionen verbreiten können“, heißt es in der Beschlussvorlage für die Beratungen von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten, die der AFP am Donnerstag vorlag. Über die Verlängerung des Verbots von Großveranstaltungen berichtete Reuters. Dies gelte etwa für „Volksfeste, größere Sportveranstaltungen mit Zuschauern, größere Konzerte, Festivals, Dorf-, Stadt-, Straßen-, Wein-, Schützenfeste oder Kirmes-Veranstaltungen“.

Die Begrenzung auf 25 Teilnehmer solle bei Zusammenkünften „in privat genutzten Räumen und auf privat genutzten Grundstücken“ gelten. Bei „privaten Veranstaltungen und Feiern außerhalb des Privatbereichs“ sollten zukünftig 50 Teilnehmer erlaubt sein. Auch bei privaten Feiern solle - „wo immer möglich“ ein Mindestabstand von 1,5 Meter eingehalten werden. „Bevorzugt sollen diese Zusammenkünfte im Freien abgehalten werden“, heißt es weiter in der Vorlage.

Zudem sollen in Deutschland Verstöße gegen die Maskenpflicht, die etwa im Nahverkehr gilt, nach Vorstellung der der deutschen Regierung künftig generell mit einem Strafe von mindestens 50 Euro geahndet werden.