Coronavirus

Ungarn: Dritte Welle mit Rekord-Opferzahlen

Die dritte Corona-Welle hat zu einem Rekordanstieg bei Corona-Opfern geführt. Laut offiziellen Zahlen starben in den vergangenen 24 Stunden 207 Menschen in Zusammenhang mit dem Virus, 6.502 Neuinfektionen wurden registriert. Ein verschärfter Lockdown war bereits vom 8. bis 22. März verhängt worden. Über weitere Maßnahmen und mögliche stufenweise Lockerungen wollte Premier Viktor Orban am Freitag im Staatsrundfunk informieren.

red/Agenturen

Das erklärte Kanzleiminister Gergely Gulyas am Donnerstag bei einer Pressekonferenz in Budapest. Laut dem Politiker sei der Höhepunkt der dritten Corona-Welle Ende März zu erwarten, die danach angesichts der breiten Impfkampagne radikal abflachen werde. Es gäbe ausreichende Kapazitäten in den Spitälern. Es stünden weitere 1.700 Intensivbetten mit Beatmungsgeräten und 11.000 freie Spitalsbetten zur Verfügung.

Hinsichtlich der Durchimpfungsrate erinnerte Gulyas daran, dass Ungarn in der EU hinter Malta an zweiter Stelle stünde. Zu dem guten Ergebnis habe die Beschaffung von Vakzinen aus Russland und China beigetragen. Bis Mai/Juni könnte die Immunisierung der Bevölkerung erreicht und eine vierte Welle verhindert werden. Es handle sich nur noch um Wochen, bis die hohen Zahlen abflachen könnten.

Die Gesamtzahl der Corona-Toten beläuft sich auf 17.628. In den Spitälern befanden sich 10.386 Covid-Patienten, 1.170 Menschen mussten künstlich beatmet werden. Rund 1,44 Millionen Menschen wurden geimpft, 422 000 erhielten bereits die zweite Immunisierung.

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