Coronavirus

Ungarn will Beatmungsgeräte im Ausland verkaufen

Vor dem Hintergrund der zweiten, alarmierenden Pandemie-Welle bietet Ungarn Beatmungsgeräte für Covid-19-Patienten zum Verkauf an. Das Außenministerium beauftragte die ungarischen Auslandsvertretungen, die überschüssigen Geräte zum Einkaufspreis abzusetzen. Das Internetportal „hvg.hu“ schreibt heute (Donnerstag) von 8.000 Geräten, was das Ministerium zunächst nicht bestätigte.

red/Agenturen

Ungarn hatte im Frühjahr insgesamt 16.000 Beatmungsgeräte für 300 Milliarden Forint (rund 8,17 Millionen Euro) gekauft, von denen 10.000 aus China kommen sollen. Die nun zum Verkauf angebotenen Geräte würden über dem „strategischen Bestand“ liegen. Das Ministerium begründete weiter die mit 100 Prozent übererfüllte Beschaffung mit dem harten internationalen Wettbewerb. Die Opposition kritisierte den überteuerten Preis für die Geräte, denn die slowakische Regierung habe solche um nahezu die Hälfte billiger gekauft.

Aktuell wurden am Donnerstag 2.194 neue Corona-Fälle verzeichnet. 56 Menschen starben infolge von SARS-CoV-2 ,so dass die Opferzahl auf 1.634 anstieg. 3.197 Kranke befinden sich im Spital, 255 müssen künstlich beatmet werden.