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Coronavirus

Weltweit mehr als eine Million Infizierte, Österreich bei 11.348 Fällen

Mit heutigem Stand sind österreichweit 168 Personen an den Folgen des Corona-Virus verstorben, 2.022 sind wieder genesen. Derzeit befinden sich 829 Personen aufgrund des Corona-Virus in krankenhäuslicher Behandlung und 245 Erkrankte sind auf Intensivstationen. Weltweit haben sich 1.002.159 Menschen mit Sars-CoV-2 angesteckt.

red/Agenturen

92.190 Testungen auf das Coronavirus wurden bis Donnerstagvormittag durchgeführt, weit mehr als bisher bekannt. Viele kleine Labors seien noch nicht mit der Schnittstelle verbunden, die direkt Daten ins Epidemiologische Meldesystem (EMS) einspeist, erläuterte Anschober bei der Pressekonferenz den enormen Anstieg zur bisherigen Gesamtzahl vom Vortag (55.863). Die tägliche Zuwachsrate bei den Infektionen mit aktuell 5,66 Prozent bezeichnete Anschober als „gutes Signal“.

Von bisher 1.161 ausgewerteten Stichprobentests auf das Coronavirus unter Personen in Schlüsselberufen waren sechs positiv, das entspricht 0,52 Prozent. Die Checks wurden am Samstag und am Montag in Pflegeheimen, Krankenhäusern und Supermärkten durchgeführt, hieß es am Nachmittag aus dem Bundeskanzleramt. So will man dem Anteil der „asymptomatisch“ Infizierten bei Schlüsselkräften auf die Spur kommen. Insgesamt wurden Proben von etwa 1.500 Personen gewonnen, eine wissenschaftliche Auswertung folgt.

Im Zusammenhang mit den geplanten Schutzmaßnahmen für Corona-Risikogruppen erläuterte Anschober, dass die Identifikation durch die Krankenkassen erfolge. „Diese Daten erarbeiten wir auf Basis der Medikamentierung“, sagte der Gesundheitsminister. Für die Risikogruppe gelte ein verpflichtendes Home Office oder bezahlte Dienstfreistellung. Der Kreis der Betroffenen soll bis zum Wochenende bekannt sein, die Umsetzung der Maßnahme erwartet Anschober nächste Woche.

Todesopfer in den USA auf traurigem Rekordhoch

Weltweit gibt es nun mehr als eine Million bestätigter Coronavirus-Fälle. Dies teilte die US-Universität Johns Hopkins am Donnerstagnachmittag (Ortszeit) in Baltimore mit. 

1.002.159 Menschen haben sich weltweit mit dem Coronavirus angesteckt, hieß es von der Johns-Hopkins-Universität. 51.485 Menschen sind an der durch das Virus ausgelösten Krankheit (Covid-19) gestorben, 208.630 sind genesen. Fast ein Viertel der weltweiten Fälle wurde demnach in den USA verbucht (234.462). 

Bereits 500.000 Infektionen in Europa registriert

Alleine in Europa sind mittlerweile mehr als eine halbe Million Infektionen mit dem Coronavirus nachgewiesen worden. Wie am Freitag aus einer Auflistung des EU-Zentrums für Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) hervorging, gibt es in allen Ländern des Kontinents bisher insgesamt 511.005 bestätigte Fälle, die meisten in Italien (115.242), Spanien (110.238) und Deutschland (73.522).

Die meisten Toten wurden in Italien (13.915) gezählt, gefolgt von Spanien (10.096), den USA (5.648) und Frankreich (4.514). Die französischen Behörden selbst gaben die Zahl der Toten am Donnerstagabend mit fast 5.400 an, weil mindestens 884 Todesfälle in Seniorenheimen hinzugerechnet wurden. In Deutschland stieg die Zahl der Toten innerhalb eines Tages von 856 auf 1.001, jene der Infektionen von 72.600 auf 79.400.

Die meisten nachgewiesenen Infektions-Fälle überhaupt gibt es in den USA - mehr als 215.000 waren es am Donnerstagabend. Dort wurde auch die bisher weltweit höchste Zahl von Todesfällen durch das Coronavirus binnen 24 Stunden innerhalb eines Landes verzeichnet worden. Nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität wurden zwischen Mittwoch 20.30 Uhr US-Ostküstenzeit und der gleichen Uhrzeit am Donnerstag 1.169 weitere Todesfälle registriert. Der traurige Rekord war bisher von Italien mit 969 am 27. März gehalten worden. Wegen der Zuspitzung der Pandemie stieg in dem Land die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe erneut dramatisch an. Laut den Zahlen des US-Arbeitsministeriums verloren im März landesweit mehr als zehn Millionen Menschen ihre Jobs.