Coronavirus

Ärztefunkdienst spielt Kapazitäten für erwarteten Peak frei

Seit heute, Donnerstag, werden in Wien die Abstriche zu Covid-19 des Ärztefunkdiensts nur mehr von Sanitätern durchgeführt. Der Ärztefunkdienst reagiert damit auf den steigenden Bedarf an ärztlicher Nachbetreuung und setzt die Medizinerinnen und Mediziner verstärkt in der Patientenbetreuung ein.

red

„Für den Abstrich ist keine ärztliche Expertise notwendig“, erklärt der ärztliche Leiter des Ärztefunkdiensts, Ernest Zulus, die Maßnahme. Die dadurch frei werdenden Ärztinnen und Ärzte könnten damit viel zielgerichteter in der Patientenbetreuung eingesetzt werden.

Zulus erwartet sich in den nächsten Wochen einen deutlichen Anstieg des Patientenaufkommens auch beim Ärztefunkdienst: „Alle Experten gehen von einem Höhepunkt der Coronakrise Mitte bis Ende April aus.“ Hier müsse man rechtzeitig Vorkehrungen treffen, um genügend ärztliches Personal zur Verfügung zu haben, wenn Corona mit voller Wucht auch den Ärztefunkdienst treffe.

Aktuell sind beim Ärztefunkdienst während des Tages 28 und während der Nacht zehn Autos für Coronaeinsätze unterwegs. Insgesamt 348 Sanitäter und 187 Ärztinnen und Ärzte versehen ihren Dienst, unterstützt werden sie von 42 Telefonärzten.

Ärztefunkdienst
Sars-CoV-2: Insgesamt 9.431 Nasen- bzw. Rachenabstriche hat der Ärztefunkdienst zwischen 28. Februar und 9. April durchgeführt.
Ärztekammer für Wien/StefanSeelig