Coronavirus

Anschober: „Nachbarländer wollen Italien unterstützen“

Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) hat vor Beginn eines Treffens mehrerer europäischer Amtskollegen am Dienstag in Rom die Bereitschaft Österreichs und weiterer Nachbarn hervorgehoben, Italien bei der Eingrenzung des Coronavirus aktiv zu unterstützen. „Wir wollen als Nachbarländer prüfen, wie wir Italien helfen und eine weitere Ausbreitung verhindern können“, sagte Anschober in Rom.

red/Agenturen

Zu den beiden bestätigten Coronavirus-Infektionen in Tirol wollte sich der Minister nicht äußern. Er warnte jedoch vor „vorschnellen Reaktionen“.

„Die Zahl der Infektionen gehen in Italien nach oben wie zu erwarten war. Wichtig ist die Ausgangsquelle der Infektion zu lokalisieren. Die von der italienischen Regierung ergriffenen Maßnahmen sind recht offensiv, jetzt heißt es abzuwarten und sehen, wie schnell sie greifen“, sagte Anschober.

Am Treffen in Rom, zu dem der italienischen Gesundheitsminister Roberto Speranza eingeladen hat, beteiligt sich am Dienstagnachmittag auch EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides. „Ich bin überzeugt, dass wir der Ausbreitung des Coronavirus nur mit gesamteuropäischen Maßnahmen entgegentreten können. Ein starkes Europa ist die beste Unterstützung für die betroffenen Regionen. Unser Ziel ist, auf diese regionale Epidemie möglichst schnell zu reagieren, damit es nicht zu einer globalen Pandemie kommt“, sagte Anschober.

Anschober führte bilaterale Gespräche mit mehreren Amtskollegen, darunter dem slowenischen Gesundheitsminister Ales Sabeder. „Es war ein sehr fachliches Gespräch über die aktuelle Situation. Wir sind beide beunruhigt über die Ausbreitung der Epidemie in Italien. Wir haben uns darüber beraten, wie wir Kollegen aus den Nachbarländern Italien Unterstützung anbieten können. Ein akkordiertes Vorgehen ist wichtig“, sagte Anschober.

 

Rudi Anschober
Von Reisen nach Italien riet Anschober nicht prinzipiell ab, so es sich nicht um unmittelbare Krisenregionen handelt.
Andreas_Balon