Coronavirus

Betreiber will bei Aufklärung rund um Mürztaler Heim helfen

Peter Scherling, Geschäftsführer der Seniorenkompetenzzentren des Arbeitersamariterbundes, der auch das Heim in St. Lorenzen im Mürztal betreibt, hat am Mittwoch angekündigt, bei der Aufklärung der Ursachen für den Covid-Ausbruch mitzuhelfen. Die Pflegedienstleiterin, die sich selbst mit dem Coronavirus infiziert hat, sei mittlerweile gekündigt worden. Die anderen Mitarbeiter sollen „so rasch wie möglich“ wieder vom Bundesheer die Aufgaben übernehmen.

red/Agenturen

Peter Scherling, Geschäftsführer der Seniorenkompetenzzentren des Arbeitersamariterbundes, der auch das Heim in St. Lorenzen im Mürztal betreibt, hat am Mittwoch gegenüber der APA angekündigt, bei der Aufklärung der Ursachen für den Covid-Ausbruch mitzuhelfen. Die Pflegedienstleiterin, die sich selbst mit dem Coronavirus infiziert hat, sei mittlerweile gekündigt worden. Die anderen Mitarbeiter sollen „so rasch wie möglich“ wieder vom Bundesheer die Aufgaben übernehmen.

Scherling wolle der Staatsanwaltschaft Leoben helfen aufzuklären, welches „Versagen“ in dem Heim stattgefunden haben könnte, will aber auch keine Vorverurteilungen machen: „Das gehört natürlich aufgeklärt und es ist gut, dass das die Staatsanwaltschaft macht, weil wir selbst das nicht könnten.“ Er persönlich stehe dafür auch zur Verfügung. Er betonte, dass man bisher immer sehr gut mit dem Land Steiermark zusammengearbeitet habe und er bedankte sich beim Bundesheer für den raschen Einsatz und die Hilfe.

„Sachliche Prüfung“

Der Arbeitersamariterbund Steiermark führt insgesamt acht Heime, von denen seinen Angaben zufolge vier völlig frei von Covid seien. In den anderen Heimen - bis auf St. Lorenzen - habe man „die Lage im Griff“. Es seien aber herausfordernde Zeiten, meinte er.

Die steirische Pflege- und Patientenombudsfrau Michaela Wlattnig betonte indessen, dass es in St. Lorenzen „um eine sachliche Prüfung zur Klärung und Sicherung der Bedürfnisse der Betroffenen und Angehörigen“ gehe. Sie sei in ständigem engen Kontakt mit allen involvierten Stellen, eine lückenlose Aufklärung sei unabdingbar.