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Coronavirus

China erstmals ohne neue Todesfälle, Südkorea mit minimalen Neuinfektionen

Erstmals seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie hat China keine neuen Todesopfer mehr gemeldet. Schon seit Wochen gab es den offiziellen Angaben zufolge täglich kaum noch neue Infektionen und nur noch wenige neue Tote in der Volksrepublik. Am Dienstag führte die Statistik der Pekinger Gesundheitskommission nun zum ersten Mal seit Jänner überhaupt keinen neuen Todesfall mehr auf.

red/Agenturen

Erneut gab es laut den Angaben 32 „importierte“ Infektionen, die bei Menschen bei der Einreise nach China nachgewiesen wurden. Insgesamt sind den offiziellen Angaben zufolge in China bisher 3.331 Menschen mit der Lungenkrankheit Covid-19 gestorben, 81.740 haben sich demnach nachweislich infiziert. Die tatsächlichen Zahlen dürften allerdings deutlich höher liegen, da die Art der Erhebung immer wieder geändert worden ist und viele Fälle nicht in der offiziellen Statistik auftauchen.

Als Zeichen, dass sich die Lage gebessert hat, sollen mehr als zweieinhalb Monate nach der Abriegelung der chinesischen Metropole Wuhan die letzten Beschränkungen der Bewegungsfreiheit für die elf Millionen Bewohner aufgehoben werden. In der schwer betroffenen Metropole, wo die Pandemie im Dezember ihren Ausgang genommen hatte, wird ab Mitternacht Ortszeit (Dienstag 18.00 Uhr MESZ) der Verkehr normalisiert.

Auch wird der Flugverkehr am Mittwoch wieder aufgenommen. Autos dürfen die Stadt wieder verlassen und die Menschen mit dem Zug reisen - vorausgesetzt, sie sind gesund und hatten jüngst keinen Kontakt zu Infizierten. Die Öffnung der Stadt ist für China ein wichtiges Signal, das Schlimmste überwunden zu haben.

Südkorea trotz Abwärtstrend weiter mit „social distancing“

Südkoreas Gesundheitsbehörden haben den zweiten Tag in Folge weniger als 50 Neuinfektionen mit dem Coronavirus erfasst. Am Montag wurden 47 Menschen positiv auf Sars-CoV-2 getestet, wie die Zentren für Krankheitskontrolle und Prävention am Dienstag mitteilten.

Schon am Sonntag war die Zahl der Nachweise zum ersten Mal seit dem Höhepunkt Ende Februar mit mehr als 900 Fällen innerhalb von 24 Stunden auf unter 50 zurückgegangen. Südkorea gilt mittlerweile unter anderem dank seines rigiden Testprogramms als Vorbild für die Eindämmung des Virus.

Die Gesamtzahl der Infektionen stieg im Land auf 10.331. Bisher wurden 192 Todesopfer in Verbindung mit der Lungenkrankheit Covid-19 gebracht. Knapp 7.000 Menschen, die sich mit dem Virus angesteckt hatten, gelten als genesen.

Die Behörden riefen die Menschen auf, trotz des Abwärtstrends bei den Fallzahlen weiter streng die Kampagne zur Vermeidung sozialer Kontakte zu befolgen. Sorgen bereiten ihnen weiterhin lokale Häufungen von Infektionen in Krankenhäusern oder Kirchengemeinden sowie eine Zunahme von „importierten Fällen“. Zahlreiche Südkoreaner kehren aus Angst vor einer Ansteckung aus Ländern zurück, in denen sich das Virus rasch ausbreitet.