Coronavirus

Cluster um Ferienlager in Salzburg

Die Erhebungen zum Contact-Tracing und das Containment durch die städtische Gesundheitsbehörde liefen am Samstag noch bis knapp vor Mitternacht auf Hochtouren. In der Stadt Salzburg leben zwei infizierte Erwachsene und fünf Kinder und Jugendliche. 16 weitere Personen im Umfeld sind schon per Bescheid abgesondert, um das Infektionsgeschehen möglichst rasch einzudämmen, hieß es von der Stadt.

red/Agenturen

Vier weitere infizierte Kinder und Jugendliche, die auf dem Lager in Großarl waren, leben im Salzburger Tennengau, sagte ein Sprecher der Erzdiözese. Auch die anderen Bezirksverwaltungsbehörden erheben Kontaktpersonen. Die Indexperson des Clusters kommt laut Stadt Salzburg aus dem benachbarten Bayern.

„Im Jungscharlager hat es strenge Schutzauflagen gegeben“, betonte der Sprecher der Erzdiözese, Kurt Sonneck, im Gespräch. „Es wurde regelmäßig gelüftet, desinfiziert, Mundschutz getragen und Hände gewaschen.“ Nachdem diese Woche die erste Infektion in dem Lager aufgetreten war, sei die Ferienwoche sofort beendet worden.

49 Personen in Salzburg positiv getestet

Alle Kinder und Jugendlichen sowie die Begleitpersonen haben sich umgehend einem Covid-Test unterzogen. Die Teilnehmer des Ferienlagers seien in einer Selbstversorgerunterkunft untergebracht gewesen und hatten mit niemanden anderen Kontakt, sagte Sonneck. Insgesamt waren 22 Kinder und Jugendliche sowie neun Betreuungspersonen auf dem Lager.

Die Cluster-Bildung und deren Verfolgung ist eine der vier Kriterien der Corona Ampel. „Wir rechnen mit einer deutlichen Zunahme der positiven Testergebnissen in den nächsten Tagen, insbesondere im familiären Umfeld“, sagte Michael Haybäck von der Bezirksverwaltung Salzburg. In der Stadt Salzburg sind mit Stand Sonntag, 8.00 Uhr, insgesamt 49 Personen positiv getestet, 152 Personen sind als Kategorie-1-Kontakte per Bescheid abgesondert, 48 Personen als Kategorie-2-Kontakte behördlich verkehrsbeschränkt.