Erste Impfungen in Österreich möglicherweise im Jänner

In Österreich könnten bereits im Jänner erste Personen gegen das Coronavirus geimpft werden können. Wie Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) bei seiner „Erklärung“ am Dienstag sagte, könnte Österreich bis zum Jahreswechsel 600.000 Impfdosen für 300.000 Menschen erhalten. „Es sieht derzeit ganz gut aus“, sagte der Ressortleiter.

red/Agenturen

Mit den ersten Chargen sollen Mitarbeiter des Gesundheitsbereichs und in der Pflege geimpft werden. Im Sommer könnten dann all diejenigen folgen, die sich ebenfalls impfen lassen wollen. Umfragen zufolge könnten sich 50 Prozent impfen lassen. Für Anschober wäre das bereits ein Erfolg. Impfdosen aus dem vergangene Woche von der EU abgeschlossenen Vertrag mit dem Hersteller AstraZeneca könnten bei rechtzeitiger behördlicher Zulassung bereits um den Jahreswechsel an die Staaten geliefert werden. Insgesamt sollen fünf Impfstoffe verschiedener Hersteller zum Einsatz kommen. 

Die EU-Kommission hatte vergangene Woche den Abschluss eines Vertrags über das Recht zum Kauf von bis zu 400 Millionen Dosen eines möglichen Impfstoffs des britischen Pharmakonzerns AstraZeneca bekanntgegeben. Der noch nicht abschließend getestete Impfstoff könnte im Fall einer Zulassung für alle 27 EU-Staaten erworben und dann nach Einwohnerzahl und Bedarf verteilt werden. Die Kommission verhandelt mit weiteren Herstellern über ähnliche Verträge, darunter Sanofi und GSK, Johnson&Johnson, Curevac und Moderna.

Aus dem abgeschlossenen Vertrag mit AstraZeneca könnte Österreich um den Jahreswechsel herum rund 600.000 Dosen für die Impfung von 300.000 Menschen erhalten, sagte Anschober weiter. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass die von den Herstellern zugesagten Chargen der Pharmafirmen auch eintreffen und diese auch rechtzeitig genehmigt werden. Ziel der Impfungen sei eine Entlastung des Gesundheitssystems. 

Rudolf Anschober Gesundheitsminister Impfung Grippeimpfung
Bis zu 600.000 Impfdosen könnten in Österreich bereits im Jänner 2021 zur Verfügung stehen, so Gesundheitsminister Anschober.
BKA / Regina Aigner