Coronavirus

Erste positive Signale aus New York und Apples Schritt in die Maskenproduktion

Präsident Trump spricht von „schrecklichen Zeiten“ und die Zahl der US-Todesopfer wird wohl bald fünfstellig werden, während aus New York erstmals positive Signale kommen. Apple engagiert sich im Kampf gegen die Corona-Pandemie und produziert gemeinsam mit Zulieferern Gesichtsschutz für medizinisches Personal. Die erste Lieferung sei vergangene Woche an ein Krankenhaus in den USA gegangen, und das Feedback der Ärzte sei sehr positiv gewesen.

red/Agenturen

Künftig sollen davon eine Million pro Woche hergestellt und bald auch über die USA hinaus verteilt werden. Der Schutz ist durchsichtig und bedeckt große Teile des Gesichts.

Apple habe außerdem weltweit mehr als 20 Millionen Atemschutzmasken über die eigenen Zulieferer besorgt, hieß es. „Wir arbeiten eng mit Regierungen auf allen Ebenen zusammen um sicherzustellen, dass diese den Orten mit dem größten Bedarf gespendet werden“, sagte Cook und sprach von einer „wahrhaft globalen Anstrengung“. Apple sehe sich verpflichtet, den weltweiten Kampf gegen Covid-19 zu unterstützen.

New Yorks Zahlen machen erstmals Hoffnung

Indes vermeldet der schwer betroffene Ostküstenstaat New York ein erstes zaghaftes Hoffnungssignal: Die Zahl der Toten innerhalb von 24 Stunden sei am Sonntag erstmals gesunken, von 630 auf 594, sagte Gouverneur Andrew Cuomo bei seiner täglichen Pressekonferenz.

Zudem sei die Zahl der neu ins Krankenhaus eingelieferten Patienten gesunken und die Zahl der genesen wieder entlassenen Patienten stark gestiegen. „Es könnte ein interessanter Zacken in der Statistik sein oder der hoffnungsfrohe Anfang einer Veränderung“, sagte Cuomo.

In dem Staat New York mit rund 19 Millionen Einwohnern hätten sich bisher knapp 122.000 Menschen mit dem Erreger infiziert, sagte Cuomo weiter. Rund 16.500 infizierte Patienten liegen derzeit im Krankenhaus. 4.159 Menschen starben bereits nach einer Ansteckung. Die US-Regierung habe zugesagt, weitere 1.000 Krankenpfleger und Ärzte nach New York zu schicken, sagte Cuomo. Der Ostküstenstaat ist derzeit mit seinen Infizierten-Zahlen das Zentrum der Coronavirus-Krise in den USA - auch weil dort deutlich mehr getestet wird als in anderen Staaten.

Trump schwört Amerikaner auf „schreckliche Zeiten“ ein

In den USA nähert sich die Zahl der Todesopfer der Coronavirus-Pandemie der Marke von 10.000 an. Binnen 24 Stunden starben weitere mehr als 1.200 Menschen an der Infektion, wie am Sonntag aus der Statistik der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore hervorging.

Die Gesamtzahl der Todesopfer in den USA stieg bis zum Abend (Ortszeit) auf 9.633. Die Zahl der verzeichneten Corona-Infektionsfälle wuchs auf mehr als 337.200.

Der Aufseher der US-Gesundheitsdienste, Jerome Adams, warnte, dass auf die Vereinigten Staaten besonders schwere Tage zukämen. Dies werde die „härteste und traurigste Woche" werden, welche die meisten US-Bürger bisher in ihrem Leben erlebt hätten, sagte Adams im Fernsehsender Fox News. Dies werde „unser Pearl-Harbor-Element, unser 9-11-Moment" - jedoch mit dem Unterschied, dass das Ereignis nicht auf einen Ort der USA begrenzt sei.

Auch US-Präsident Donald Trump hatte am Wochenende gewarnt, den US-Bürgern stünden in der Corona-Krise noch „sehr schreckliche Zeiten" bevor. Die kommende Woche werde wahrscheinlich die härteste werden. Trump warnte aber auch erneut, dass der wirtschaftliche Stillstand des Landes nicht zu lange anhalten dürfe. Für die Mehrheit der US-Bevölkerung gelten Ausgangsbeschränkungen, viele Betriebe haben die Arbeit eingestellt.