Justiz

Italien denkt an „rechtliches Schutzschild“ für Ärzte

Nach Aussetzung der Corona-Impfungen mit der Vakzine von AstraZeneca denkt Italien an ein „rechtliches Schutzschild“ für Ärzte und Krankenpfleger im Fall von Untersuchungen im Zusammenhang mit Impfreaktionen. Die Forderung kam von der italienischen Ärztekammer, nachdem die Justiz Ermittlungen gegen Mediziner wegen des Todes von Patienten nach einer AZ-Impfung aufgenommen hatte, die mögliche Zusammenhänge zwischen der Verabreichung und den Todesfällen beleuchten sollen.

red/Agenturen

„Die Forderung nach einem rechtlichen Schutzschild ist gerechtfertigt und verständlich. Die Regierung muss eine positive Antwort auf diese Forderung geben“, sagte der italienische Gesundheitsminister Roberto Speranza nach Medienangaben vom Dienstag. Italien hatte am Montag die Verwendung des AstraZeneca-Impfstoffs ausgesetzt. Dieser Beschluss sei vorbeugend gefällt worden, bis die Europäischen Arzneimittelbehörde EMA über das weitere Prozedere entscheide.

„Umsicht ist notwendig. Ich bin sicher, dass wir bald wieder die Impfungen aufnehmen können“, sagte der italienische Gesundheitsminister. Impfstoffe seien eine wesentliche Waffe im Kampf gegen die Pandemie.

Italien prüft derzeit auch die Möglichkeit der Einführung einer Impfpflicht für das Gesundheitspersonal, sagte der Minister. Die Verpflichtung wird überlegt, nachdem mehrere Mitarbeiter von Krankenhäusern und