Corona-Maßnahmen

Italiens Premiers kündigt zusätzliche Restriktionen an

Der italienische Regierungschef Giuseppe Conte plant weitere Restriktionen zur Einschränkung der Mobilität während der Weihnachtsfeiertage. Wir arbeiten an einem Plan für die Feiertage. Wir müssen um jeden Preis eine dritte Epidemiewelle vermeiden, sagte Conte im Interview mit der Tageszeitung La Stampa (Dienstagsausgabe).

red/Agenturen

Die Regierung will die Maßnahmen am Dienstagabend oder spätestens Mittwoch beschließen. Nicht ausgeschlossen wird ein gesamtstaatlicher Lockdown zu den Feiertagen nach deutschem Vorbild. Geschäfte und Restaurants könnten zwar offen bleiben, die Ausgangssperre jedoch von 22.00 Uhr auf 18.00 Uhr vorverlegt werden. Der Premier hat sich aber mit dem Widerstand der Präsidenten einiger Regionen auseinanderzusetzen, die sich gegen eine neuerliche Verschärfung der Bestimmungen stemmen.

Die Regierung will die Maßnahmen verschärfen, nachdem es am Wochenende zu Menschenansammlungen in den Einkaufsstraßen mehrerer Städte gekommen war. Sie ist jedoch mit zunehmendem Widerstand der Berufsgruppen konfrontiert, die am ärgsten von den restriktiven Maßnahmen betroffen sind.

Skilehrer mit Protestaktion

So demonstrierten am Montagnachmittag in Rom Inhaber von Restaurants und Pizzerien. Wir wollen wieder arbeiten, lautete der Slogan der Demonstranten vor dem Pantheon im Zentrum der Ewigen Stadt. Sie forderten Steuernachlässe, sowie Unterstützungsmaßnahmen bei der Zahlung der Mieten für die Lokale.

Zu einer Demonstration kam es auch in Turin. Hunderte Skilehrer beteiligten sich an einer Protestaktion gegen die von der Regierung beschlossene Schließung der Skipisten. Conte erklärte im Interview mit La Stampa, seine Regierung plane 2021 die Impfung von bis zu 15 Millionen Italienern. Die Impfkampagne soll Mitte Jänner starten.