Coronavirus

LKH Innsbruck warnt vor möglicher Verschiebung von OPs

Die ärztliche Direktorin des Landeskrankenhaus Innsbruck hat am Donnerstag davor gewarnt, dass bei einer fortdauernden Corona-Entwicklung geplante Routine-Operationen verschoben werden müssen. „Es kann bereits in naher Zukunft zu Verschiebungen von Routine-Operationen kommen, die auch zu einem späteren Zeitpunkt möglich sind“, sagte Kofler. Akute Fälle werden natürlich weiterhin sofort behandelt, versicherte sie in einer Aussendung des Landes.

red/Agenturen

„Aufgrund der Tatsache, dass wir zusehends personelle Kapazitäten für die Behandlung von Covid-Patientinnen und -Patienten vorhalten müssen, werden wir stufenweise planbare und nicht dringende Operationen wie etwa Magenband-OPs oder Kniespiegelungen verschieben müssen“, erklärte die ärztliche Direktorin. Nach wie vor seien aber in allen Tiroler Spitälern noch ausreichend Bettenkapazitäten auf den Normal- und Intensivstationen vorhanden.

In den vergangenen Monaten sei vom Einsatzstab Gesundheit gemeinsam mit den Tiroler Krankenanstalten ein Stufenplan ausgearbeitet worden. Dadurch sollen die Krankenanstalten flexibel auf den steigenden Bedarf an Betten reagieren können. In dem Plan enthalten ist auch eine mögliche stufenweise Reduktion planbarer Operationen. „Grund ist vor allem, dass Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem OP-Bereich, die für die Arbeit auf einer Intensivstation entsprechend spezialisiert und geschult sind, aufgrund der steigenden Corona-Patientinnen und -Patienten vermehrt in den Intensivstationen tätig sein müssen“, so Kofler. Zudem sehe der Stufenplan auch vor, dass die tirol kliniken die Bezirkskrankenhäuser bei den Intensivkapazitäten entlasten, damit die Bezirkskrankenhäuser nicht an ihre Kapazitätsgrenzen stoßen und ebenso für Notfälle gerüstet sind.

Die Zahl der Covid-19-Patienten stieg in Tirol zuletzt deutlich an. Noch vor zwei Wochen waren 59 Patienten in stationärer Behandlung, acht davon auf einer Intensivstation. Mit Stand Donnerstag waren es bereits 164 Patienten, 24 davon auf Intensivstationen. Zusätzlich zu den derzeit mit Covid-Patienten belegten 164 Betten werden weitere 45 Betten - davon 40 auf Normal- und fünf auf Intensivstationen - für Corona-Patienten vorgehalten. Bei Bedarf können in den Krankenanstalten noch zusätzliche Ressourcen bereitgestellt werden, hieß es. Sollte über die Krankenhauskapazitäten hinaus Bedarf bestehen, werde die mögliche Errichtung weiterer Infrastruktur vonseiten des Landeseinsatzstabes umgehend geprüft und bei Bedarf schnellstmöglich umgesetzt, teilte das Land mit.