Coronakrise

Lob von allen Seiten für neue Sonderbetreuungszeit

Die Verlängerung der Sonderbetreuungszeit mit Rechtsanspruch und voller Abgeltung für die Betriebe hat am Donnerstag Lob von allen Seiten geerntet. Neben Vertretern der Regierung zeigten sich auch die SPÖ und die Arbeitnehmervertreter erfreut.

red/Agenturen

SPÖ-Frauensprecherin Gabriele Heinisch-Hosek und Familiensprecherin Petra Wimmer sprachen von einem „wichtigen Schritt zur Unterstützung von Eltern in dieser schwierigen Corona-Situation“. Sie erläuterten, dass Eltern diese Sonderbetreuungszeit von insgesamt vier Wochen in Anspruch nehmen können, unabhängig, ob sie bereits während des ersten Lockdowns oder in den Ferien ihre Kinder betreuen mussten. Dies wird nicht angerechnet. Und der neue Anspruch kann bis Ende des Schuljahres 2020/21 auch in Teilen, tage- oder halbtageweise in Anspruch genommen werden.

Die beiden SPÖ-Politikerin freuten sich ebenso wie mehrere Gewerkschafterinnen, dass die Familien mit dem Rechtsanspruch nicht mehr länger vom Wohlwollen des Arbeitgebers abhängig seien. So sprach etwa GPA-Vorsitzende Barbara Teiber von einem „wichtigen Meilenstein, um die Arbeits- und Lebenssituation der ArbeitnehmerInnen mit Betreuungspflichten zumutbar zu gestalten“. Und ÖGB-Vizepräsidentin und -Frauenvorsitzende Korinna Schumann meinte, die Bundesregierung habe endlich eingesehen, dass Eltern nicht zurückgelassen werden dürften.

Auch Arbeiterkammer-Präsidentin Renate Anderl sieht einen wichtigen Beitrag für mehr Sicherheit für die Eltern. Gleichzeitig appellierte sie an die Regierung, die Schulen trotz der hohen Corona-Infektionszahlen weiter offen zu halten.

ÖAAB-Generalsekretär Christoph Zarits betonte, dass die Regierung die Sorgen und Ängste der Eltern ernst nehme. Und Frauenministerin Susanne Raab (ÖVP) betonte, dass die Regierung alles tue um Eltern und vor allem alleinerziehende Frauen in dieser schwierigen Situation zu unterstützen.