World Health Summit

Merkel wirbt für neuen Aktionsplan

Die deutsche Kanzlerin betont, dass Gesundheitsversorgung als globale Aufgabe gesehen werden muss. WHO-Chef Tedros plädiert für „Gesundheit als Menschenrecht.“

red/Agenturen

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die Weltgemeinschaft zum gemeinsamen Kampf für eine bessere Gesundheitsversorgung aufgerufen. „Gesundheit ist eine Gemeinschaftsaufgabe, eine globale Aufgabe“, sagte Merkel zum Abschluss des Weltgesundheitsgipfels in Berlin. Durch Krankheiten und Epidemien könne „die Sicherheit und Entwicklung ganzer Regionen“ gefährdet werden. Die Verantwortung für die Gesundheitsversorgung liege daher nicht bei einzelnen Ländern, sondern bei der Weltgemeinschaft.

Im Fokus: HIV, Malaria und Tuberkulose

„Wir müssen alle gemeinsam daran arbeiten, wirksame Medikamente und Impfstoffe zu entwickeln. Wir brauchen effiziente Systeme für Gesundheit und Versorgung“, sagte Merkel. „Wir müssen Pandemien genauso wie den Antibiotikaresistenzen vorbeugen.“ Merkel mahnte einen gemeinsamen Kampf insbesondere „gegen HIV, Malaria und Tuberkulose“ an.

Das Prinzip des Multilateralismus stehe derzeit unter Druck, sagte die Kanzlerin, die bei der Konferenz für die Umsetzung eines Globalen Aktionsplans für Gesundheit warb. Gemeinsam mit Norwegen und Ghana hatte Deutschland bei der World Health Organization (WHO) angeregt, einen solchen Plan zu erarbeiten.

Bill Gates wirbt für mehr Innovationen

„Gesundheit ist ein Menschenrecht“, sagte auch WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus. Der neue Aktionsplan ziele darauf ab, die Fortschritte in diesem Bereich zu beschleunigen.

Zu den elf Unterzeichnern gehören mehrere UN-Organisationen, die Impfallianz Gavi, der Globale Fonds für den Kampf gegen Aids, Tuberkulose und Malaria sowie die Weltbank. Ziel des Aktionsplans ist eine bessere Koordination der im Bereich globale Gesundheit tätigen Organisationen, die Beschleunigung ihrer Arbeit und die bessere Überprüfung des Erreichten.

Microsoft-Gründer Bill Gates warb in seiner Rede für mehr Innovationen. Dies sei „der Schlüssel zum Erreichen der Ziele“, sagte der US-Milliardär, der mit seiner Stiftung Gesundheitsprojekte und die Erforschung von Medikamenten und Impfstoffen unterstützt.

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