| Aktualisiert:
Coronavirus

Rückgang bei aktiven Erkrankungen um 3,4 Prozent

Am Dienstag ist in der Corona-Krise hierzulande ein weiterer Rückgang der aktiven Erkrankungen - die Infektionen mit SARS-CoV-2 abzüglich der Genesungen und der Todesfälle - verzeichnet worden. Den vierten Tag in Folge ist dieser signifikante Faktor in der 24-Stunden-Schau gesunken, diesmal um 3,4 Prozent auf 8.043 Fälle. Am vergangenen Freitag hatte es noch fast 9.000 aktive Erkrankungen gegeben.

red/Agenturen

Die aktuelle Entwicklung deutet nicht darauf hin, dass die Spitalskapazitäten für Covid-19-Patienten in unmittelbarer Zukunft nicht ausreichen könnten. 1.100 Erkrankte befanden sich am Dienstagvormittag in Krankenhäusern, um 26 mehr als am Vortag. Intensivbetten wurden um sieben weniger als am Montag benötigt, nämlich 243.

Testzahl deutlich gesunken

Die Zahlen, die an sich Anlass zu Optimismus geben, haben allerdings einen Haken: die Anzahl der durchgeführten PCR-Tests ist in den vergangenen Tagen deutlich gesunken, so dass sich die Frage stellt, inwieweit die veröffentlichten Fallzahlen die Realität abbilden und wie hoch die Dunkelziffer sein mag. Bis Dienstag, 9.30 Uhr wurden laut Gesundheitsministerium bundesweit 115.235 Testungen durchgeführt. Seit Samstag wurden demnach rund 11.100 Personen zusätzlich getestet, im Schnitt 3.700 pro Tag. Am vergangenen Donnerstag hatte Anschober zu diesem Thema erklärt, die Laborkapazitäten in Österreich würden mittlerweile für die Abwicklung von 20.000 Testungen pro Tag ausreichen. Er räumte jedoch ein, die dafür benötigten Reagenzien wären knapp, am Donnerstag waren seiner Aussage zufolge noch 42.000 Kits vorhanden. Man werde sich auf dem „extrem engen Markt“ um Nachschub bemühen, hatte Anschober versprochen.

Anschober: Der Kurs stimmt weiter

Die Entwicklung der Zahlen bei den Covid-19-Erkrankungen gibt weiter Anlass zu vorsichtigem Optimismus: Mit Stand Dienstagnachmittag (15.00 Uhr) gab es in Österreich 12.519 bestätigte Coronavirus-Erkrankungen, teilte Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) in einer Aussendung mit. Das bedeutete eine Zunahme von 2,56 Prozent zum Vortag.

In den vergangenen vier Tagen, jeweils Stand 15.00 Uhr, nahmen die Erkrankungsfälle in Österreich täglich im Durchschnitt um 2,41 Prozent zu. Die Tage bis zur Verdoppelung der Fallzahlen sind ebenfalls gestiegen: von etwa 3,7 Mitte März auf über 21 in den vergangenen sieben Tagen.

Wieder mehr Neugenesene als Neuinfizierte 

Den vierten Tag in Folge gab es mehr Neugenesene als Neuinfizierte: Mit Stand 10.30 Uhr war die Zahl der neuen Fälle laut den Daten des Innenministeriums um 314 gestiegen. Die Zahl der Neugenesenen stieg hingegen um 583.

Anschober bezeichnete diese Werte als „großen Erfolg“. Der Gesundheitsminister sagte: „Vor ein paar Wochen lagen die Zuwachsraten bei über 40 Prozent, in den vergangen Tagen liegen sie konstant im unteren einstelligen Prozentbereich. Die bisherige Abflachung der Kurve war ein schwieriger Kraftakt, der dem Einsatz und der Konsequenz aller Österreicherinnen und Österreicher zu verdanken ist.“

Gesundheitsminister: Ostertage entscheidend

Er appellierte aber an die Bürger, auch zu den Osterfeiertagen konsequent zu sein. „Jetzt müssen wir beharrlich an den Maßnahmen festhalten, um diese positive Entwicklung keinesfalls zu gefährden. Mein dringender Appell ist, auf Osterfeiern zu verzichten, Abstand zu halten und den eingeschlagenen Weg entschlossen weiterzugehen“, betonte der Gesundheitsminister.

Am 14. April beginne die zweite große Herausforderung. „Die schrittweise Öffnung ab kommenden Dienstag wird um ein Vielfaches schwieriger. Schrittweise Normalisierung des Gesellschaftslebens und keine drastische Ausweitung der Pandemie in Österreich - das wird enorm herausfordernd. Daher konsequent die Grundregeln beibehalten: Mindestdistanz wahren, räumliche Distanzierung und mit den klaren Ausnahmemöglichkeiten zuhause bleiben“, appellierte Anschober.