Coronavirus

Sozialministerium sieht keine Chance auf Party

Das Sozialministerium hat am Montagnachmittag deponiert, dass nach seiner Interpretation die neue Corona-Verordnung keine nächtlichen Partys auf Umwegen ermöglicht. Denn auch wenn das Fest vor 20 Uhr beginnt, sei das Verweilen außerhalb des eigenen Wohnbereichs von 20 bis 6 Uhr nur aus definierten Ausnahmegründen möglich, und Partys zählten nicht dazu.

red/Agenturen

Daher ist auch eine Heimkehr nach 20 Uhr nur gestattet, wenn einer der ausgewiesenen Gründe vorliegt. Also man kann zwar vom Joggen z.B. um 22 Uhr heimkehren, aber nicht von einer Party.

Dafür hat das Sozialministerium auch gute Nachrichten parat. Sowohl Lebenspartner, die nicht in der gleichen Wohnung leben, als auch volljährige Kinder bzw. deren Eltern gelten als Ausnahme. Sie können einander auch nach 20 Uhr besuchen und im gleichen Haushalt übernachten. Dies fällt unter die „Deckung der notwendigen Grundbedürfnisse des täglichen Lebens“.

Spaziergänge erlaubt

Sich die Beine vertreten darf man auch in der Nacht uneingeschränkt. Spaziergänge stellen einen „Aufenthalt im Freien zur körperlichen und psychischen Erholung“ dar, sind daher eine der Ausnahmen der Bewegungseinschränkungen.

Bedenken gab es mancherorts, wie denn das Zusammenleben auf Spielplätzen funktionieren soll, wenn sich nur sechs Personen plus sechs Kindern aus zwei unterschiedlichen Haushalten treffen dürfen. Hierzu stellt das Sozialministerium wenig überraschend klar, dass damit nur ein organisiertes Zusammenkommen gemeint ist. Zufälliges Aufeinandertreffen von Kindern aus unterschiedlichen Haushalten im Park sei natürlich nicht davon erfasst. In derartigen Fällen müsse jedoch die Abstandsregel beachtet werden.

 

Party Fest Feier
Laut Sozialministerium würde die Corona-Verordnung nächtliche Partys auf Umwegen praktisch verunmöglichen.
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