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Massentest

Steiermark bei 100.000 Anmeldungen

Die Steiermark bereitet sich für die bevorstehenden Massentests am kommenden Wochenende vor. Rund 100.000 Menschen haben sich bisher für einen Termin angemeldet. Die Landesspitze, angeführt von LH Hermann Schützenhöfer (ÖVP), appellierte am Mittwoch, sich diese paar Minuten Zeit zu nehmen und sich testen zu lassen. Im Burgenland liegt man aktuell bei 36.000 Anmeldungen. In Oberösterreich haben bislang 106.000 Personen einen Termin für einen Antigentest vereinbart, das entspricht nicht einmal einem Anteil von zehn Prozent. 

red/Agenturen

In der Steiermark sei die Generalprobe am vergangenen Wochenende laut LH Hermann Schützenhöfer (ÖVP) gut über die Bühne gegangen, mehr als 20.000 Lehrer und Kindergartenpädagogen haben sich testen lassen. „Ich weiß, man kann sich den Advent anders vorstellen, einkaufen gehen oder die Enkerl öfter sehen“, so Schützenhöfer. Doch es gebe zum Massentest keine echte Alternative: Die Alternative wäre das Land zuzusperren. Man müsse der Gesundheit nun alles unterordnen, meinte der Landeshauptmann. Sein Stellvertreter Anton Lang (SPÖ) sagte: „Je höher die Beteiligung desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass wir uns einen nächsten Lockdown ersparen.“

In der Grünen Mark ist die Anmeldung via www.steiermarktestet.at sowie unter der Telefonnummer 0316/376300 möglich. Seit Montag läuft die Anmeldung und wie schon in anderen Bundesländern ist es auch in der Steiermark zu Problemen gekommen. Speziell die Version 11 des Internet Explorers mache Schwierigkeiten, sagte Harald Eitner, Einsatzleiter des Landes Steiermark. Er bat in diesem Fall um die Verwendung eines alternativen Browsers oder den Anruf bei der Telefon-Hotline.

8.000 Menschen organisieren Tests

Laut Eitner werden am kommenden Wochenende rund 8.000 Menschen für die Abwicklung der Tests in der Steiermark im Einsatz sein. Davon knapp 4.000 Gemeinde- und Magistratsbedienstete sowie freiwillige Helfer. Hinzu kommen etwa 2.500 Kameraden der Feuerwehren, die beispielsweise die Zufahrten managen werden. Ihnen allen gelte großer Dank.

Das Rote Kreuz wird mit etwa 1.500 Personen im Einsatz sein. Sie werden etwa 36.000 Stunden operative Einsatzstunden leisten, hinzu kommen Hunderte Vorbereitungsstunden, schilderte Andreas Jaklitsch, Geschäftsführer vom Roten Kreuz Steiermark. Das Bundesheer wird mit seinen Soldaten den Einsatz unterstützen. Kommandant Heinz Zöllner hofft, dass die restliche Bevölkerung genauso diszipliniert sein wird wie am vergangenen Wochenende die Lehrer. Der Aufenthalt bei den Teststraßen für die zu testenden Personen sei bei den meisten unter zehn Minuten gewesen. Zöllner kündigte an, dass nach den Massentests die Kräfte des Bundesheeres beim Contact Tracing in der Steiermark verdoppelt werden.

Seitens der Kommunikation Land Steiermark wurde betont, dass genug Termine für alle Testwilligen zur Verfügung stehen. Wer sich online oder telefonisch nicht sofort anmelden kann, soll es zu einem späteren Zeitpunkt wieder versuchen. Bisher gilt der Congress in Graz als der beliebteste Standort bei der Auswahl der Bevölkerung. Dort dürften die Termine in ein bis zwei Tagen voll ausgelastet sein. Allerdings wurde von allen Seiten betont, dass auch jene, die sich spontan testen lassen wollen, jederzeit zu einer Teststraße kommen können.

Das Burgenland startet am Donnerstag

Am Donnerstag starten die Massentests im Burgenland. Bisher haben sich 35.804 Personen  angemeldet, gab der Koordinationsstab Coronavirus am Mittwoch bekannt. Die Anmeldung ist seit Montag im Internet unter http://www.oesterreich-testet.at möglich. Die Massentests in Gestalt von freiwilligen, kostenlosen Antigen-Schnelltests finden von Donnerstag bis kommenden Dienstag statt. Auch die Anmeldung ist noch bis Dienstag möglich.

Eine Möglichkeit zur Testung gibt es in insgesamt 34 Gemeinden: Es werden 25 fixe Teststationen eingerichtet. Außerdem werden zwei Testbusse an insgesamt neun Stationen, die jeweils an einem Tag angefahren werden, zum Einsatz kommen.

Über die Plattform http://www.oesterreich-testet.at ist es auch möglich, online Anmeldungen für andere Personen, etwa Familienmitglieder, durchzuführen. Um Massenansammlungen, Staus und Wartezeiten zu vermeiden, werden bei der Anmeldung Zeitfenster vergeben. Ausgewählt werden kann sowohl ein bevorzugtes Zeitfenster als auch die Teststation, bei der man sich testen lassen möchte. Getestet werden können Burgenländerinnen und Burgenländer ab sechs Jahren, wobei Minderjährige von einem Elternteil begleitet werden müssen.

Nähere Informationen rund um die Massentests sind auf der Internetseite www.burgenland.at/coronatest zu finden. Außerdem hat das Land Burgenland unter der Telefonnummer 057 600 1035 (8.00 bis 20.00 Uhr) eine eigene Hotline für Fragen rund um die Massentests eingerichtet.

Bis Mittwoch Anmeldequote in OÖ bei nur zehn Prozent

Von den 1,21 Millionen infrage kommenden Oberösterreichern hatten sich bis Mittwochmittag (Stand 13.30 Uhr) 106.000 Personen zu einem Termin für einen Antigentest zwischen dem 11. und 14. Dezember angemeldet. Das entspricht nicht einmal einem Anteil von zehn Prozent. Anmeldungen zum Massentest seien nach wie vor unter www.österreich-testet.at möglich, betonte der Krisenstab. Für die Bewohner von Linz gibt es eine eigene Plattform https://www.linz.at/massentest.

Seit Dienstag sind in Oberösterreich 544 Neuinfektionen mit Covid-19 hinzugekommen, somit gab es insgesamt 4.649 aktive Fälle. Davon befanden sich 737 Erkrankte auf einer Normalstation in einem Spital, 133 wurden intensivmedizinisch behandelt. Damit hat sich die Lage in den Krankenhäusern weiter leicht entspannt.

Die Zahl der neuen Todesfälleist nach wie vor im zweistelligen Bereich. Insgesamt wurden dem Krisenstab am Mittwoch 17 weitere Opfer im Alter zwischen 43 und 92 Jahren gemeldet.

 

 

 

 

 

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